Seit Anfang 1998 gibt es in der Klinik für Rheumatologie im St. Josef-Stift eine spezielle Station, auf der Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom gezielt zur Diagnostik und speziellen Therapie aufgenommen werden können.
Zielsetzung ist hier die fortlaufende Optimierung der Behandlung von Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom durch die Anpassung an die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen der Betroffenen, um eine Beschwerdelinderung zu ermöglichen.
Als eines der Zentralelemente des Behandlungskonzeptes ist das interdisziplinäre Fibromyalgie-Behandlerteam anzusehen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den einzelnen, an der Behandlung beteiligten Therapeuten hat sich außerordentlich gut bewährt, regelmäßige Teamsitzungen werden von allen Berufsgruppen zur Reflexion der therapeutischen und auch interaktionellen Intervention genutzt. Auch das hier strukturierte System von Rückmeldungen zwischen einzelnen Therapeuten und der enge Austausch mit den Patienten hat sich positiv ausgewirkt. Die Mitbestimmung der Patienten bei den therapeutischen Maßnahmen wird als weiterer sehr wichtiger Punkt im Konzept angesehen, insbesondere weil Fibromyalgie-Patienten sich selbst schon umfangreich informiert haben oder während des Aufenthaltes auf der Schwerpunktstation mit Informationsmaterial versorgt sowie in Gesprächen über ihre Erkrankung, über Therapiemethoden und Wege zur Krankheitsbewältigung informiert werden.
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Ruheraum
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Ein zusätzliches spezialisiertes verhaltensmedizinisches Behandlungsprogramm bei Herrn Dipl. Psych. D. Minnebusch wird von den Patienten intensiv genutzt und führt zum Abbau von Frustrationen bei ambulant häufig therapierefraktären Schmerzsituationen bzw. zu besserer Schmerzbewältigung und Wiederaufnahmen positiver Lebensperspektiven.
Zusätzlich wird in regelmäßigen Abständen eine Patientenschulung "Fibromyalgie" nach Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in strukturierten Einheiten angeboten. Darüber hinaus gibt es seit über einem Jahr das "Fibromyalgie-Cafe", in dem sich alle 4 Wochen zu vorgegebenen Terminen stationäre und ambulante Patienten zum Gespräch, zur Beratung und zum Informationsaustausch zusammenfinden. Aus den Teamsitzungen auf der Fibromyalgie-Schwerpunktstation und aus den Patienten-Gesprächen erwuchs auch die Idee, einen "Ruheraum" zum weiteren Training der Entspannungsübungen einzurichten. Auch dieses Ziel wurde noch im Jahre 1999 realisiert und der Ruheraum wird sehr gut von Patienten mit Fibromyalgie, aber auch von Patienten mit anderen Rheumaerkrankungen im St. Josef-Stift genutzt.
Das Konzept der Fibromyalgie-Schwerpunktstation hat sich in den letzten Jahren bewährt. Dies findet auch darin seinen Ausdruck, dass das Projekt "Fibromyalgie-Schwerpunktstation" seit 1998 vom Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein Westfalen im Rahmen des Projektverbundes "Gesundes Land Nordrhein Westfalen" aufgenommen und gefördert wird.
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