Integrierte Versorgung

Modelle der integrierten Versorgung sind eine der zukunftsweisenden Chancen des Gesundheitswesens. Sie haben zum Ziel, medizinische Behandlungspfade gerade an den Schnittstellen zwischen den einzelnen Sektoren des Gesundheitswesens zu optimieren. Das St. Josef Stift Sendenhorst hat in folgenden Bereichen Verträge zur integrierten Versorgung abgeschlossen:

Endoprothetik
Rheumatologie

Endoprothetik
Die Knie- und Hüftendoprothetik ist ein Schwerpunkt des Leistungsspektrums des St. Josef-Stiftes. Mit folgenden Krankenkassen wurden auf diesem Feld Verträge für eine integrierte Versorgung geschlossen:

• BARMER Ersatzkasse
• Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK)
• Techniker Krankenkasse (TK)
• AG der Betriebskrankenkassen in Ostwestfalen-Lippe

Die Modelle gewährleisten eine nahtlose Versorgung der Patienten von der präoperativen Phase über den stationären Aufenthalt im St. Josef-Stift bis hin zur Anschlussrehabilitation. Diese Vernetzung erhöht die medizinische Qualität, verkürzt die Gesamtbehandlungsdauer und sorgt zudem für eine bessere Information der Patienten und mehr Transparenz in der Behandlung.
Das Programm setzt schon im Vorfeld des stationären Aufenthaltes an. An einem einzigen vorstationären Besuch im St. Josef-Stift werden unsere Patienten umfassend informiert und alle Vorbereitungen für eine mögliche Operation und die sich anschließende Rehabilitation getroffen. Auch ein kurzfristiger Termin für die Operation kann schon an diesem Tag abgestimmt werden. Unmittelbar nach der Operation beginnt eine intensive, stationäre Therapie im St. Josef-Stift, an die sich dann die zuvor mit dem Patienten individuell abgestimmte Rehabilitation anschließt. Unnötige Wartezeiten werden durch eine straffe Terminplanung in der gesamten Behandlungskette konsequent vermieden.
Im Rahmen der integrierten Versorgung kooperiert das St. Josef-Stift Sendenhorst mit ausgewählten Rehabilitationseinrichtungen, bietet aber seinen Patienten in geeigneten Fällen darüber hinaus auch die Möglichkeit, die Anschlussheilbehandlung ambulant im St. Josef-Stift durchzuführen.
Durch solche sektorenübergreifenden Kooperationen auf der Leistungserbringerseite können z.B. Doppeluntersuchungen vermieden und die Therapiefortsetzung in der Rehabilitation ideal geplant und auf den Patienten abgestimmt werden.
Über folgenden Link gelangen Sie zu Ihren Ansprechpartnern in der Orthopädie und in der Rheumaorthopädie. Hier erhalten Sie alle weiteren Informationen.

Rheumatologie
In Westfalen-Lippe leiden ca. 160.000 Menschen an entzündlichem Rheuma. Dieses äußert sich bei den Betroffenen meist in entzündlich bedingter Zerstörung der Gelenke und der Wirbelsäule mit ausgeprägten Schmerzen – erhebliche Funktionseinschränkungen im Krankheitsverlauf, früher Verlust der Erwerbstätigkeit und verkürzte Lebenserwartung sind oft die Folge.

Bei bis zu 10 % dieser Betroffenen schlagen die üblichen Therapiemöglichkeiten nicht an. In diesen Fällen ist eine komplexe Basistherapie mit z.T. sehr innovativen Medikamenten erforderlich. Eine solche Therapie lässt eine weitaus bessere Prognose der Erkrankung erwarten, als dies noch vor 5-10 Jahren möglich war.

Für eine bessere Behandlung dieser Patienten hat das St. Josef-Stift Sendenhorst einen für Westfalen-Lippe nahezu flächendeckenden Vertrag zur Integrierten Versorgung mit folgenden Partnern geschlossen:

Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK)
• den niedergelassenen fachärztlichen Internisten mit Schwerpunkt Rheumatologie in Westfalen-Lippe und
• den internistisch-rheumatologischen Spezialkliniken
- Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe
- St. Josefs-Krankenhaus Herne
- Klinikum Minden
- St. Marien-Hospital Vreden

Inhalt dieser neuen Behandlungsform ist die sogenannte „Basistherapie“ – eine Behandlung mit antirheumatischen Arzneien, die gefährliche Entzündungen in den Gelenken hemmen sollen. Das Besondere an diesem Versorgungsmodell ist, dass hier die für den Patienten individuell beste Basistherapie durch ein erfahrenes Beratungsgremium, bestehend aus niedergelassenen Rheumatologen und Experten des Krankenhauses gemeinsam festgelegt wird. Dabei werden bisher getrennte medizinische Versorgungsebenen sinnvoll miteinander verbunden. Die bisherige Aufgabenteilung und das Nebeneinander von ambulanter und stationärer Versorgung werden durch ein Miteinander ersetzt. Dadurch werden die Versorgungsbedürfnisse der Patienten stärker berücksichtigt.
Die Zusammenstellung der medikamentösen Therapie orientiert sich an internationalen Behandlungsempfehlungen und stellt somit die Basis für einen effektiven Therapieverlauf dar. Facharzt und Krankenhaus entscheiden gemeinsam mit dem Patienten über den zeitlichen Ablauf der Therapie, den Einsatz der Medikamente und überwachen und dokumentieren den Behandlungsverlauf.

Betroffene können sich an ihren behandelnden Rheumatologen oder auch an die DAK wenden – dort erhalten sie weitere Informationen über den Behandlungsablauf. Als Ansprechpartner steht am St. Josef-Stift auch eine Rheuma-Leitstelle zur Verfügung. Frau Gionkar beantwortet unter der Telefonnummer 02526 300-300 (E-mail: rh@st-josef-stift.de) gerne Ihre Fragen zu dieser Form der integrierten Versorgung.

 

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