Nachrichten

Ein reiches Geschenk für viele Menschen

Die Gold- und Diamantjubilarinnen: Schwester M. Hermanda und Schwester M. Emelia.
Glückwunsch zum Professjubiläum (v.l.): Annette Schwaack (St. Josefs-Haus), Kuratoriumsvorsitzender Andreas Hartleif, Diamant-Jubilarin Schwester M. Emelia, Gold-Jubilarin Schwester M. Hermanda, Geschäftsführerin Rita Tönjann und Elisabeth Uhländer-Masiak
Festlicher Gottesdienst in der Kapelle des St. Josef-Stifts.
Geschäftsführerin Rita Tönjann führt die Jubilarinnen zu ihrem Platz.
Eine Abordnung des St. Josefs-Hauses Albersloh gratuliert Schwester M. Emelia.
Die Hausleitung vom St. Elisabeth-Stift dankt Schwester M. Hermanda..
Dank von der früheren Anästhesie-Chefärztin Dr. Marie-Luise Schweppe-Hartenauer.
Großer Bahnhof zum Jubiläum im Spithöver-Forum

Schwester M. Emelia und Schwester M. Hermanda feiern besondere Professjubiläen

Seit mehr als 125 Jahren wirken Schwestern der Mauritzer Franziskanerinnen im St. Josef-Stift Sendenhorst. Zwei von ihnen feierten am Wochenende das diamantene und goldene Professjubiläum: Schwester M. Emelia hält dem Orden seit 60 Jahren die Treue, Schwester M. Hermanda seit 50 Jahren. „Diamant und Gold – Ihr seid uns wertvoll und habt eure Fähigkeiten und Talente segensreich eingesetzt“, dankte Provinzrätin Schwester M. Reinlind Böcker bei der Feierstunde im St. Josef-Stift.

 „Es war ein guter Gedanke unseres Stifters, die Krankenpflege in die Hände der Ordensschwestern zu legen“, dankte Geschäftsführerin Rita Tönjann als Gastgeberin im Namen des Kuratoriums, des Krankenhausvorstands, der Hausleitungen und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung. „Sie sind Ihrer Berufung treu geblieben und haben sie vorbildlich gelebt für den Orden, für die Gemeinschaft, für die Patienten und für die vielen Wirkungsstätten, an denen sie tätig waren.“ Im St. Josef-Stift und den zugehörigen Altenpflegeeinrichtungen leiste der Orden bis heute einen wertvollen Beitrag in der Pflege, in der Seelsorge und für das Klima in den Einrichtungen.

Die Berufung kam wie aus heiterem Himmel

Schwester M. Emelia, 1933 als zwölftes Kind ihrer Eltern in Ramsdorf als Klara Hövelbrink geboren, trat 1954 in den Orden ein. Die Berufung kam wie aus heiterem Himmel über sie, als sie auf dem elterlichen Hof stand, erzählte sie einmal. Trotzdem der Vater die Zustimmung verweigerte, gelang es Emelia in den Orden einzutreten. „Schon damals waren Sie zielstrebig, und Leitung war von Anfang an Ihr Ding“, würdigte Rita Tönjann Schwester M. Emelias Weg. Sie erlernte die Krankenpflege, legte 1956 die erste Profess ab und war von 1957 bis 1983 in Krankenhäusern in Bremerhaven, Lünen und Gladbeck tätig. 1983 wechselte sie ins St. Josef-Stift, wo sie die Leitung der OP-Pflege übernahm. Mit dem Bau von fünf neuen OP-Sälen führte sie eine völlig neue OP-Organisation ein; von 1992 hatte sie bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2001 die Leitung der Zentralsterilisation inne. Beide Aufgaben seien wesentliche Erfolgsfaktoren für die dynamische Entwicklung des St. Josef-Stifts gewesen. Seit 16 Jahren widmet sie sich intensiv den pflegebedürftigen Menschen im St. Josefs-Haus Albersloh: Dort hört sie zu, ist für die Menschen da und hat immer ein gutes Wort.

Ein Leben lang für kranke und pflegebedürftige Menschen da

Schwester M. Hermanda kam 1939 als Margarete Wermelt in Schöppingen zur Welt und wuchs als zweitjüngstes von acht Geschwistern auf dem elterlichen Hof auf. Als junge Frau war sie Schwesternhelferin im Schöppinger Krankenhaus, ehe sie 1963 in den Orden eintrat und 1966 die erste und 1971 die ewige Profess ablegte. Bis 1978 wirkte die gelernte Krankenschwester im St. Franziskus-Hospital Münster und wechselte dann zur Unterstützung der Stationsleitung einer chirurgischen Station ins Marienhospital Lünen. Von 1988 bis 1992 war sie im Stift Tilbeck mit der Pflege und Betreuung von geistig- und körperbehinderten Kindern und Jugendlichen betraut, danach  in Grefrath-Kempen in der ambulanten Krankenpflege tätig. Seit 2004 verbringt sie ihren Ruhestand im Konvent des St. Josef-Stifts. Den Bewohnern des St. Elisabeth-Stifts gibt sie Freude mit ihrer fröhlich-freundlichen und zugewandten Art.

"Menschenliebe Gottes wird sichtbar"

Der Jubiläumsempfang begann in der Kapelle mit einem festlichen Gottesdienst mit Bläserbegleitung. „Ihre Berufung war eine Liebeserklärung Gottes an Sie und ein Geschenk an uns. Mit Ihrem segensreichen Dienst an den Kranken und pflegebedürftigen Menschen wird die Menschenliebe Gottes für uns sichtbar“, betonte Pastor Fritz Hesselmann. Rund 100 Angehörige, Freunde und Wegbegleiter aus dem Orden und der Stiftung reihten sich in das lange Defilee der Gratulanten. Die Mitschwestern gratulierten mit persönlichen Worten, vorgetragen in Versform und gesungen zur Melodie von „Freude schöner Götterfunken“.