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Ritt auf rollender Robbe CORO

Kathrin Siemann (4.v.r.) entwarf für rheumakranke Kleinkinder eine rollende Robbe. Unternehmer Heinrich Hageböck (4.vl.) unterstützte finanziell mit seiner Stiftung.

Hageböck-Stiftung finanziert zehn Therapielaufräder für rheumakranke Kleinkinder

Die Robbe CORO ist seit Kurzem ein neuer Bewohner der Polarstation C0. Das freundlich lächelnde Polartier ist aus Holz und lädt auf seinen vier Rädern alle Rheumapatienten im Kleinkindalter zum Ritt ein. Das Besondere daran: CORO ermöglicht ergonomisches, aufrechtes Sitzen und eine gelenkschonende Fortbewegung. Zur Not können Mama und Papa auch mithelfen und CORO schieben oder ziehen. Damit macht der Weg zu den Therapien richtig Spaß. Im Körbchen fährt auch das Lieblingskuscheltier mit.

Zehn rollende Robben konnten dank der Hageböck-Stiftung des Dortmunder Unternehmers Heinrich Hageböck für die Station der Kinder- und Jugendrheumatologie des St. Josef-Stifts Sendenhorst angeschafft werden. Dabei handelt es sich um eine maßgeschneiderte Spezialanfertigung im Rahmen einer Bachelorarbeit für Produktdesign an der Hochschule Coburg. Der Bundesverband Kinderrheuma e.V. mit Sitz im St. Josef-Stift hatte das Projekt begleitet und koordiniert.

So konnte die gelernte Krankenschwester und frischgebackene Produktdesignerin Kathrin Siemann das Therapielaufrad in enger Abstimmung mit vielen Abteilungen im Haus praxisnah entwickeln und perfekt auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten abstimmen. So sind Griff- und Sitzhöhe zum Beispiel verstellbar. Formschönes Design geht Hand in Hand mit dem therapeutischen Ziel, die entzündlich-rheumatischen Gelenke schonend zu mobilisieren. An der technischen Umsetzung und Fertigung waren die Tischlerei Veneker in Westkirchen und die Freckenhorster Werkstätten beteiligt.

Der Name CORO ist übrigens eine Kombination vom Stationsnamen C0 und den Anfangsbuchstaben von Robbe. Die kreative Kooperation von Produktdesign, Medizin, Pflege und Therapie ist in dieser Form eine Besonderheit. Gaby Steinigeweg, Vorsitzende des Bundesverbandes Kinderrheuma, und Stiftsgeschäftsführerin Rita Tönjann dankten allen Beteiligten für ihr Engagement. Dr. Gerd Ganser, Chefarzt der Kinder- und Jugendrheumatologie, freute sich über den sichtbaren und den unsichtbaren Nutzen der kleinen Robbe CORO – ganz nach dem Ausspruch von Laotse: „So ist das Sichtbare zwar von Nutzen, doch das Wesentliche bleibt unsichtbar.“