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St. Josef-Stift trauert um Wilhelm Goroncy

Wilhelm Goroncy, der Ehrenvorsitzende des Kuratoriums der Stiftung St. Josef-Stift, starb 90-jährig.

Ehrenvorsitzender des Kuratoriums starb im Alter von 90 Jahren

Das St. Josef-Stift trauert um seinen Ehrenvorsitzenden des Kuratoriums, Wilhelm Goroncy, der am 11. Juni 2019 im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Als Vorsitzender des Kuratoriums hat er über zwei Jahrzehnte die dynamische Entwicklung der Stiftung begleitet, mitgestaltet und gefördert. In seine Amtszeit 1992 bis 2011 fiel der Umbau des Krankenhauses zu einer überregional bedeutenden Fachklinik mit der entsprechenden baulichen Weiterentwicklung, der Aufbau des Pflege- und Betreuungsnetzwerks, die Weichenstellung für das Reha-Zentrum und - was ihm persönlich sehr am Herzen lag - der Leitbildprozess. Sein Amt, so sagte er selbst einmal, habe er als Ehre empfunden.

Wilhelm Goroncy, 1929 in Herne geboren, zog als Kind mit seiner Familie in die Drensteinfurter Bauerschaft Averdung. Das arbeitsreiche Leben auf dem Hof und die späte Chance auf höhere Bildung prägten seine Persönlichkeit. Er studierte Volkswirtschaft und – obwohl er nie Lehrer werden wollte – ging er doch in den Schuldienst und war bis zu seiner Pensionierung 1993 ein äußerst geschätzter Lehrer am Hansa-Berufskolleg und darüber hinaus noch viele Jahre als Prüfer bei der Industrie- und Handelskammer tätig.

Sendenhorst war der Lebensmittelpunkt für ihn, seine Ehefrau Renate und die drei gemeinsamen Kinder und war der Mittelpunkt seines vielfältigen ehrenamtlichen Engagements, das mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt wurde. Viele Jahre wirkte er in Kirchengremien und engagierte sich von 1984 bis 1989 als ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Sendenhorst.

Im Kuratorium des St. Josef-Stifts, dem er bereits seit 1990 als Mitglied angehörte, profilierte er sich als eine Persönlichkeit, die Meinungen zusammenführte, offene und klare Worte sprach. Er war offen für Neues und bereit, Risiken mitzutragen. Seine fachliche Expertise war Grundlage seiner Entscheidungskraft, seine integre Persönlichkeit verlieh seinen Worten Glaubwürdigkeit. Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung genoss er hohes Ansehen und Vertrauen. Mit großer Präsenz suchte und nutzte er viele Gelegenheiten, um mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kontakt zu kommen. Geschätzt war er durch seine ruhige Art des Zuhörens und Kommunizierens.

Wilhelm Goroncy gehört zu den großen Persönlichkeiten der Stadt Sendenhorst. In den letzten Jahren war es ruhig um ihn geworden; nun schloss sich sein Lebenskreis. Wir werden Wilhelm Goroncy ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.