
Aller guten Dinge sind 3
Drei Frauen. Drei Wege in die Pflege. Ein gemeinsamer Arbeitsplatz. Laura Leifeld, Peggy Leifeld und Nicole Laux sind nicht nur Kolleginnen im St. Josef-Haus Ennigerloh, sondern auch Familie.
Mehrere Jahrzehnte Berufserfahrung in der Pflege bringen die Schwestern Nicole Laux und Peggy Leifeld gemeinsam mit. Nicole Laux hat vor 25 Jahren als Pflegehelferin angefangen, durch eine Kollegin hat die gebürtige Ahlenerin vom St. Josef-Haus gehört. „Die war hier so zufrieden, da wollte ich mich selbst überzeugen“. Mit Erfolg: Hausleitung Angelika Everkamp legte Nicole Laux bald eine Ausbildung als Pflegefachkraft ans Herz. Durch ein Programm der Bundesregierung hatte die heute 49-Jährige dann die Chance, die Ausbildung in nur acht Monaten fertigzustellen. Rückblickend war das auch eine Herausforderung: „Ich war sehr dankbar dafür, dass ich die Ausbildung mit diesem Modell machen konnte. Aber es war auch eine harte Zeit, die eigentlich nur aus Lernen bestand.“
Mittlerweile ist Nicole Laux Wohnbereichsleitung im St. Franziskus-Wohnbereich. Eine zufällige Entwicklung, die einen Teufelskreis aus wechselnden Leitungen schließlich beendete. Nicole Laux liegt das Organisieren und Strukturieren, „das ist meins“, weiß sie. So brachte sie Ruhe und Teamgeist in den Wohnbereich.
An ihrer Seite war stets ihre ältere Schwester Peggy Leifeld. „Wir arbeiten gefühlt schon das halbe Leben zusammen“, so Nicole Laux. Peggy Leifeld lacht: „Das stimmt, irgendwie bin ich dir immer gefolgt.“ So kamen die beiden zuletzt gemeinsam im St. Josef-Haus an. Peggy Leifeld begann mit einer Stelle als pflegerische Hilfskraft und schloss daran eine Ausbildung als Pflegefachassistentin an. Von Anfang an arbeitete sie in Wechselschichten, macht Tag- und Nachtdienste. „Die Arbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, das ist mein Leben“, erklärt die 53-Jährige. „Und hier im St. Josef-Haus schätze ich ganz besonders den Umgang und die Atmosphäre. Das ist schon etwas Besonderes.“ Das hat sich in ihrer Familie rumgesprochen, auch bis zu ihrer Schwiegertochter Laura Leifeld.
Die startete nach dem Abitur mit einer Ausbildung zur Kauffrau. „Das hat mich aber überhaupt nicht glücklich gemacht, und ich habe abgebrochen. Dann war ich erstmal ratlos“, erzählt Laura Leifeld. Die Familie wollte helfen, und so luden Nicole Laux und Schwiegermutter Peggy Leifeld sie zu einem Hospitationstag in ihrer gemeinsamen Arbeitsstätte ein. „Ich bin einfach mitgelaufen, und das hat mir schon so gut gefallen, dass ich ein halbes Jahr später die Pflegeausbildung im Netzwerk angefangen habe“, erinnert sich Laura. Nach dem Ausbildungsabschluss legte sie sofort nach, ganz nach ihrem Motto „Man lernt nie aus“: Es folgten die Weiterbildungen zur Praxisanleitung und zur Wohnbereichsleitung. Heute ist Laura Leifeld Wohnbereichsleitung des St. Marien-Bereichs und Schichtleitung für die Tagschichten. Deswegen arbeitet die 26-jährige Ahlenerin eng mit Nicole Laux zusammen, die für die Nachtschichteneinteilung zuständig ist. Auch Peggy Leifeld, die tagsüber oft im St. Marien-Bereich arbeitet, ist Familienmitglied und Arbeitskollegin zugleich.
Die drei schauen mit Freude und Dankbarkeit, aber auch dem nötigen Abstand auf ihre beruflichen und privaten Verbindungen. „Wir haben immer viel Spaß, wenn wir uns sehen. Da fließt auch mal die eine oder andere Träne – aber immer vor Lachen“, erzählt Laura Leifeld. Aus Erfahrung wissen die beiden Schwestern Nicole und Peggy: „Berufliches und Privates, das muss man zu trennen wissen. Anders funktioniert das nicht.“ Vor allem Peggy Leifeld spürt mit zwei Chefinnen aus der Familie eine besondere Verantwortung ihren Arbeitskolleg:innen gegenüber. „Ich gebe immer 110 Prozent bei der Arbeit. Ich habe keine Vorteile, und die fordere ich auch nicht ein. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, zeigen zu müssen, dass es nicht so ist.“
Aber nicht nur der Arbeitsplatz verbindet die drei, sondern auch ihre Haltung dazu: „Wir gehen allesamt jeden Tag gerne zur Arbeit“, da sind sie sich einig. Die positive Mundpropaganda über das St. Josef-Haus und der besondere Spirit dort führte sie eine nach der anderen dort hin. Am Ende ist die St. Josef-Haus-Atmosphäre nicht nur ein Gefühl, sondern gelebte Realität für das gesamte Trio.