Ihr stationärer Aufenthalt - Von Aufnahme bis Entlassung

Diagnostik, Pflege, Therapie, Psychologischer Dienst

Von Ihrem ersten Tag im St. Josef-Stift bis zum Tag der Entlassung erfahren Sie hier alles rund um Ihren Behandlungspfad. Viele Berufsgruppen wirken mit, damit sie Ihr Behandlungsziel erreichen und gut umsorgt genesen können.

Eine Pflegefachkraft erklärt einer älteren Patientin Unterlagen und zeigt auf ein Formular, während beide aufmerksam lesen.
Patientin liegt auf der Untersuchungsliege eines Niedrigfeld-MRT, während eine Mitarbeiterin das Gerät seitlich bedient.
Niedrigfeld-MRT im St. Josef-Stift.
Bildgebende Diagnostik

Radiologische und Ultraschall-Diagnostik

Grundlage einer erfolgreichen Behandlung ist eine sorgfältige Diagnostik. Im Diagnostikzentrum unserer Fachklinik stehen hierzu ein qualifiziertes Team hochmotivierter Mitarbeitender und alle erforderlichen diagnostischen Geräte und Einrichtungen bereit.

Röntgen, MRT, CT und Knochendichte-Messplatz

Bildgebende Verfahren sind für die Diagnose von orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie bei Wirbelsäulenerkrankungen eine besonders wertvolle Hilfe. Röntgengeräte, Durchleuchtung, ein offener Magnetresonanztomograph (MRT) und ein offener Computertomograph (CT) sind speziell für das Behandlungsspektrum der medizinischen Fachabteilungen im St. Josef-Stift zugeschnitten, damit für die Patientinnen und Patienten eine möglichst geringe Strahlenbelastung entsteht. Zum einen gehören die im St. Josef-Stift eingesetzten digital arbeitenden Geräte der neuesten Generation an. Zum anderen wird bei vorhandenen aussagefähigen Aufnahmen auf erneutes Röntgen oder auf eine MRT- oder CT-Untersuchung verzichtet. Notwendige Kontrollaufnahmen während oder nach einer Operation werden zudem mit mobilen Röntgengeräten durchgeführt. Darüber hinaus steht ein Knochendichte-Messplatz zur Verfügung.
 

Ultraschall

Die Ultraschallaufnahme ist besonders geeignet für die Untersuchung von Muskel-, Sehnen- und Bindegewebe und damit für die Diagnose rheumatischer Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen. Das St. Josef-Stift verfügt über hochmoderne Geräte und als zertifiziertes Ultraschallzentrum über die Expertise, die Ergebnisse entsprechend zu interpretieren. Ultraschalluntersuchungen sind zudem besonders schonend, weil sie schmerzfrei sind und ohne Röntgenstrahlen auskommen.

Ein Arzt führt einen Ultraschallkopf über das Knie eines Kindes; Kontaktgel ist auf der Haut sichtbar.
Eine Hand mit Mehrkanalpipette pipettiert Flüssigkeiten in eine Kunststoffplatte; im Hintergrund stehen weitere Probenröhrchen.
Laborarbeit direkt im St. Josef-Stift.

Labordiagnostik

Laboruntersuchungen sind unerlässlich zur Diagnose einer Erkrankung und zur Vorbereitung von Operationen. Aber auch zur Beobachtung des Behandlungserfolges, vorwiegend im internistisch-rheumatologischen Bereich, werden regelmäßige Laboruntersuchungen, Spezialtests und Routinetests durchgeführt. Als Fachklinik zeichnet sich das Labor des St. Josef-Stift über einen hohen Spezialisierungsgrad bei der Geräteausstattung und der Qualifikation des Laborteams aus. Die Digitalisierung unterstützt bei der Fehlerkontrolle und der Qualitätssicherung.

Patient sitzt in einer geschlossenen Messkabine und atmet über ein Mundstück, während zwei medizinische Fachkräfte die Untersuchung begleiten.
Lungenfunktionsprüfung im Diagnostikbereich.

Physikalisches Labor

In unserem Physikalischen Labor werden sämtliche Formen der elektrokardiographischen Diagnostik (EKG) und der spirographischen und ganzkörperplethysmographischen Untersuchungen angeboten. Insbesondere bei unseren rheumatologischen Patient:innen im Kindesalter sind Lungenfunktionstests häufig von großer Bedeutung. Im Rahmen unserer Sportmedizin führt unser Physikalisches Labor regelmäßig ergometrische und spirometrische Belastungstests durch.

Eine Pflegefachkraft begleitet eine ältere Patientin beim Gehen mit einem Mobilisationsgerät auf dem Stationsflur.
Begleitete Mobilisation mit Unterstützung der Pflege.
Krankenpflege

Pflege mit Engagement und Empathie

Ziel der Kranken- und Kinderkrankenpflege ist es, den Patientinnen und Patienten im Sinne einer aktivierenden Pflege bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens zu helfen und dabei zu unterstützen, Selbstständigkeit zu erhalten oder wieder zu erlangen. Dafür ist nicht nur eine hohe fachliche Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege erforderlich, sondern auch eine große menschliche und soziale Kompetenz, die sich durch Einfühlungsvermögen, Sensibilität und menschliche Wärme auszeichnet.

Pflege auf Station

Durch den intensiven Kontakt und die genaue Beobachtung können unsere qualifizierten Pflegefachkräfte Veränderungen der Krankheitssituation sowie eventuelle Komplikationen frühzeitig erkennen. Darüber hinaus führen unsere Pflegenden umfangreiche Maßnahmen durch, die der Unterstützung der ärztlichen Behandlung dienen: Sie übernehmen eine Vielzahl von Koordinationsaufgaben, damit für alle Patient:innen ein jeweils individuell zugeschnittener Pflege- und Therapieplan erstellt wird. Die Organisation der täglichen Arbeit orientiert sich an den Bedürfnissen der Patient:innen und gewährleistet, dass jedem Patienten und jeder Patientin jeweils eine verantwortliche Pflegekraft zur Seite steht.

Zwei Pflegefachkräfte legen bei einer liegenden Patientin einen schützenden Verband an und stimmen die einzelnen Handgriffe miteinander ab.
Pflege in Spezialbereichen

In den Funktionsbereichen wie Operationssaal, Ambulanz, Anästhesie, Intensivabteilung oder Zentralsterilisation übernehmen Pflegefachkräfte im Zusammenspiel mit anderen Berufsgruppen Verantwortung für das Wohl und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Kontinuierliche Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden im Pflegebereich sowie besondere Zusatzqualifikationen und Spezialwissen, z. B. in der Schmerztherapie oder Wundversorgung, gewährleisten, dass die Qualifikation der Mitarbeitenden dem aktuellen Stand der Medizin und Pflegewissenschaften entspricht.

Eine Ergotherapeutin überprüft gemeinsam mit einer Patientin und einem Arzt die Passform einer Handorthese auf einer Stütze.
Feinanpassung einer Handorthese in der Ergotherapie.
Ergotherapie für stationäre Patient:innen

Ergotherapie, Schulungen & Schienenbau

Die Ergotherapie bildet einen wichtigen Baustein im Therapiekonzept des St. Josef-Stifts Sendenhorst. Patient:innen der Rheumatologie, der Kinderrheumatologie sowie der Schmerzklinik können in Einzel- und Gruppenbehandlungen eine kompetente  Behandlung erfahren. Das Behandlungsspektrum umfasst u. a.:

  • Mobilisation der Gelenke
  • thermische Anwendungen
  • Erlernen geeigneter Übungen und Gelenkschutzmaßnahmen
  • Schulungen
  • Schienenbau 

 

Chronisch erkrankte Patient:innen können so vielfältige Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, um den Alltag selbstständig zu meistern und  ein möglichst hohes Maß an Unabhängigkeit zu erlangen und zu erhalten. Dieses Therapieziel kann durch ergotherapeutische Hilfsmittel oder eine Arbeitsplatzberatung unterstützt werden.  Die Zeit nach dem Klinikaufenthalt wird stets in den Blick genommen. 

Schienenbau

Die geeignete und individuelle Schienenversorgung ist in allen Krankheitsphasen bedeutsam. Schienen werden vor Ort und speziell auf unsere Patient:innen abgestimmt angepasst und dienen der Entlastung, Korrektur oder Mobilisation der Gelenke. Eine besondere Bedeutung haben sie bei rheumatisch erkrankten Kindern, da mit ihnen ein positiver Einfluss auf Wachstumsprozesse erzielt werden kann.

 

Handchirurgische Nachbehandlung

Die handtherapeutische Nachbehandlung nach rheumaorthopädischen Eingriffen hat immer mehr an Bedeutung gewonnen. Nach vielen Operationen erfolgt zunächst durch hochqualifizierte Ergotherapeutinnen eine spezielle Schienenversorgung. Patient:innen bekommen intensive Therapie sowie zur Entlassung genaue Informationen über den weiteren Behandlungs- und Heilungsverlauf sowie ein Übungsprogramm. 

Eine Mitarbeiterin der orthopädischen Werkstatt sitzt an einem Werkbankplatz und bearbeitet einen orthopädischen Schuh mit einem Handwerkzeug; im Hintergrund sind Materialien und Arbeitsgeräte der Schuhtechnik zu sehen.
Maßschuhanpassung im Bereich Schuhtechnik.
Hilfsmittel für stationäre Patient:innen

Orthopädische Werkstatt im St. Josef-Stift

Die Orthopädische Werkstatt versorgt stationäre Patientinnen und Patienten der Orthopädie, der Rheumatologie und des Wirbelsäulenzentrums mit individuell angepassten Hilfsmitteln. Unsere gut ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Berufen Bandagist:in, Orthopädietechnikmechaniker:in und Orthopädieschuhtechniker:in fertigen Prothesen, Orthesen, Einlagen, Kompressionsstrümpfe, Leibbinden und Mieder: Jedes Stück als Maßanfertigung für Ihre persönlichen Bedürfnisse. So können Einschränkungen ausgeglichen und die Lebensqualität deutlich verbessert werden. 

Das Team der Orthopädischen Werkstatt arbeitet in enger Abstimmung mit den medizinischen Fachabteilungen. Somit profitieren Sie von kurzen Wegen, einer ganzheitlichen und nachhaltigen Behandlung, denn auch nach Ihrem stationären Aufenthalt ist bei Bedarf eine ambulante Weiterversorgung durch die Orthopädische Werkstatt möglich.

Die Mitarbeitenden beherrschen klassische Handwerkstechniken ebenso wie moderne computergestützte Mess- und Fertigungsverfahren. Die hohe Qualität der Orthopädischen Werkstatt wird regelmäßig nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 13485 geprüft und zertifiziert.

Psychologischer Dienst

Hilfe für die Psyche - Hilfe aus der Psyche

Chronische Erkrankungen wie rheumatische Erkrankungen, Störungen des Immunsystems, anhaltende Schmerzen oder chronische Wirbelsäulenleiden stellen für die Betroffenen häufig große Herausforderungen dar.

Unsere Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen unterstützen Sie dabei, sich diesen Herausforderungen zu stellen, sich schrittweise an die neue Lebenssituation anzupassen und einen eigenen Weg in der Krankheitsverarbeitung zu finden. 

Übergreifendes Ziel der Angebote des Psychologischen Dienstes ist eine Hilfe zur Selbsthilfe durch die Stärkung der individuellen Einflussmöglichkeiten. Die Angebote sind eingebunden in die multiprofessionellen Therapiekonzepte und werden ärztlich verordnet.

Themen psychologischer Vorträge

Im Rahmen von Vorträgen werden folgende Themen vermittelt:

  • Psychologische Schmerztherapie bei Schmerzen durch Entzündung sowie Degeneration oder bei chronifiziertem Schmerz
  • Unterstützung der Alltags- und Krankheitsbewältigung bei chronischen Erkrankungen
  • Wirkung von Entspannung und Entspannungsverfahren
  • Bedeutung von Stress und Möglichkeiten der Stressbewältigung
  • Relevante Aspekte psychischer Gesundheit (z. B. Ängsten oder depressiven Verstimmungen entgegenzuwirken sowie die psychische Widerstandskraft zu stärken).
Beratung, Einzel- und Gruppenangebote

Eine individuelle Unterstützung bei der Bewältigung der Erkrankung sowie anderer möglicher Belastungsfaktoren (z. B. schwierige Lebensumstände, Ängste oder Trauer) ist darüber hinaus auch in Form von Beratungsgesprächen möglich.

Innerhalb der Multimodalen Schmerztherapie der Schmerzklinik für Gelenk- und Rückenbeschwerden stellen psychologische Gruppen- und Einzeltherapien einen festen Bestandteil der Behandlung chronischer Schmerzen dar.

Kontakt zum Team des Psychologischen Dienstes