Wirbelsäulenzentrum

Klinik für Wirbelsäulenchirurgie

Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie im St. Josef-Stift Sendenhorst bietet konservative und operative Behandlung von Erkrankungen und Fehlbildungen der gesamten Wirbelsäule an. Ein hochqualifiziertes Ärzteteam um Chefarzt Dr. Christian Brinkmann verfügt über langjährige Erfahrung auf diesem sensiblen Behandlungsgebiet und hat die Wirbelsäulenchirurgie zu der im weiten Umfeld größten Klinik ihrer Art gemacht.

Chefarzt Dr. Brinkmann erklärt einer Patientin anhand eines transparenten Wirbelsäulenmodells den Aufbau der Wirbelsäule und das Vorgehen während der OP.

Wirbelsäulenerkrankungen - Spezialisierung seit 1992

Rund 1.550 große Wirbelsäulenoperationen werden jährlich in den modernen Operationssälen des St. Josef-Stifts Sendenhorst durchgeführt. Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie ist seit 2019 als Wirbelsäulenspezialzentrum der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) zertifiziert. Patientinnen und Patienten profitieren seit mehr als 30 Jahren von hoher fachlicher Expertise in Diagnostik, Operation, Pflege und Therapie. 

Für die Behandlung der Wirbelsäule - auch in Notfällen - steht Ihnen ein interdisziplinäres ärztliches Team aus den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie, Neurochirurgie und Neurologie zur Verfügung. So kann die operative Behandlung optimal für Sie geplant und durchgeführt werden.

Kontakt

Ihr Weg zu uns

Ambulante und stationäre Termine in der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie

Ihren Termin vereinbaren Sie bitte über das Patientenmanagement. Dort werden auch Ihre Fragen zur ambulanten Voruntersuchung oder zum Ablauf rund um die Operation beantwortet. Bringen Sie bitte eine Einweisung mit.

Notfallbehandlung auch am Wochenende und an Feiertagen

Das Wirbelsäulenzentrum im St. Josef-Stift ist auf die Versorgung von Wirbelsäulen-Notfällen akuten Lähmungen, Wirbelbrüchen oder starken Schmerzen gut vorbereitet. Die Notfallbehandlung ist rund um die Uhr – auch an Wochenenden und Feiertagen – durch einen Hintergrunddienst abgesichert; Notfalloperationen sind bei Bedarf auch am Wochenende möglich. Eine telefonische Anmeldung hierfür ist nicht zwingend erforderlich.

Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen

  • Bandscheibenvorfälle
  • Aufweitung des Rückenmarkkanals bei Wirbelkanalengen (Spinalkanalstenose)
  • Stabilisierende Operationen an Hals- und Lendenwirbelsäule
  • Skoliosen
  • Wirbelsäulenspezifische Schmerztherapie

Mehr Informationen finden Sie in den Themenboxen:

Dr. Simone Lasogga macht eine neurologische Untersuchung am Arm eines Patienten.
Dr. Simone Lasogga macht eine neurologische Untersuchung am Arm eines Patienten.
Abklärung im Haus

Neurologische Diagnostik

Sowohl akute als auch chronische Wirbelsäulenerkrankungen können zu neurologischen Funktionseinschränkungen führen. Diese können sich z.B. in Form von Taubheitsgefühlen, Lähmungen oder einer Gangunsicherheit äußern. 

Im Rahmen der stationären Diagnostik erfolgt bei Bedarf eine neurologische Untersuchung im Haus zur 

  • Abgrenzung oben genannter Beschwerden von anderen neurologischen Erkrankungen mit ähnlichem Erscheinungsbild 
  • Einschätzung der Bedeutung neurologischer Vorerkrankungen (wie z.B. Polyneuropathien oder M. Parkinson)

Die Untersuchung umfasst:

  • Ausführliche klinisch-neurologische Untersuchung
  • Ergänzend gezielt elektrophysiologische Zusatzdiagnostik
Elektroneurografie (ENG)

Mithilfe der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (ENG) können Art und Schwere peripherer Nervenerkrankungen wie Polyneuropathien, periphere Nervenengpassyndrome oder Nervenverletzungen festgestellt und von Beschwerden der Wirbelsäule abgegrenzt werden

Elektromyografie (EMG)

Liefert wichtige Informationen, ob eine Muskelschwäche auf eine Schädigung der versorgenden Nerven oder des Muskels selbst zurückzuführen ist und ob es sich hierbei um einen akuten, subakuten oder chronischen Prozess handelt

Abklärung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen komplexen internistischen Begleiterkrankungen wird das Team der Wirbelsäulenchirurgie von einer erfahrenen Kardiologin im Haus unterstützt.

Ihr Behandlungsweg im Überblick

Was ist am Aufnahmetag mitzubringen? Checkliste zur Anreise

Einweisung, Medikamente und Unterlagen:

  • Krankenhaus-Einweisung
  • Krankenkassenkarte
  • Liste der Medikamente, die Sie z.Zt. einnehmen (mit genauer Dosierungsanweisung)
  • Medikamente für die ersten 3 Tage (in Originalverpackung)
    Hinweis: Alle Medikamente, die Sie benötigen, stellen wir Ihnen bereit. Wenn Sie Ihre gewohnten Originalpräparate weiternehmen wollen, bringen Sie diese bitte für die gesamte Aufenthaltsdauer (evtl. inkl. Reha-Aufenthalt) mit.
  • Ausgefüllter Fragebogen zur Anästhesie
  • Ausgefüllter MRSA- und MRGN-Aufklärungsbogen
  • Bereits vorliegende Befunde wie z.B.:
     – Arztbriefe und Laborbefunde
     – Röntgenbilder | CD und Befund
     – Magnetresonanztomographien (MRT) | CD und Befund
     – Computertomographien (CT) | CD und Befund
     – Neurologische und kardiologische Befunde
  • ggf. Schrittmacher-, Allergie- oder Anästhesieausweise
  • Bargeld oder Geldkarte (z.B. für Hilfsmittelzuzahlung etc.)

Bekleidung und Hilfsmittel:

  • Sport- und Badekleidung, Handtücher
  • Feste Schuhe, feste Sportschuhe, Badeschuhe
  • ggf. vorhandene Hilfsmittel wie z.B. Gehstützen, Rollator, Korsett, Mieder, Greifzange, langer Schuhanzieher

Waschmaschine und Trockner sind vorhanden.
 

Vor der Operation: Wichtige Hinweise zu Medikamenten

Falls Sie blutverdünnende Medikamente, Diabetes- oder Rheumamedikamente einnehmen, ist evtl. ein Absetzen dieser Medikamente vor Ihrer OP erforderlich. Bitte klären Sie diese Frage mit Ihrer niedergelassenen Praxis oder melden Sie sich in unserem Patientenmanagement.

Weitere Hinweise haben wir Ihnen hier zusammengestellt:

Ihr erster Tag in der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie

Bei einer geplanten Operation

Die vor der Operation noch erforderlichen Untersuchungen und Gespräche haben wir für Sie bereits geplant und fest terminiert. Diese finden weitestgehend vor dem Mittagessen statt. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie sich spätestens zu der Uhrzeit, die wir Ihnen mit einem Anschreiben zugeschickt haben, am Empfang im Eingangsbereich des St. Josef-Stiftes melden. 

Unsere Christlichen Krankenhaushilfen erwarten Sie und begleiten Sie in unser Diagnostikzentrum. Ihr Gepäck wird auf die Station gebracht. Bitte packen Sie daher die mitzubringenden Unterlagen nicht in Ihr Gepäck, sondern halten Sie sie griffbereit. Spätestens zum Mittagessen werden Sie durch unsere Christlichen Krankenhaushelfer auf Ihre Station begleitet.

Sollte Ihre Operation für einen Montag / nach einem Feiertag geplant sein, ist ein prästationäres Verfahren möglich. Blutabnahme, Voruntersuchungen und Aufnahmegespräche werden dann bereits am Freitag oder vor dem Feiertag durchgeführt. Das Wochenende beziehungsweise den Feiertag verbringen Sie zu Hause. Am Tag vor der Operation finden Sie sich bitte um 17 Uhr oder nach Vereinbarung mit Ihrer Station wieder ein.

Bei einem nichtoperativen stationären Aufenthalt

Bitte melden Sie sich zwischen 8 und 9 Uhr am Empfang im Eingangsbereich des St. Josef-Stiftes. Die Christlichen Krankenhaushilfen begleiten Sie gerne auf Ihre Station. Im Laufe des Vormittags führen wir mit Ihnen die ersten Aufnahmegespräche und beginnen mit den Untersuchungen.

Die Untersuchungen am Aufnahmetag müssen nicht nüchtern erfolgen! Sie können also zu Hause ein Frühstück einnehmen.
 

Was tun im Krankheitsfall?

Benachrichtigung bei einer Erkrankung vor Ihrer stationären Aufnahme

Falls bei Ihnen vor der stationären Aufnahme Anzeichen einer Erkrankung auftreten, benachrichtigen Sie bitte unser Patientenmanagement: Telefon: 02526 300-300 | Mail: pm@st-josef-stift.de

Anschlussheilbehandlung nach der OP

Mit unserem Reha-Zentrum direkt am St. Josef-Stift bieten wir einen optimal abgestimmten Übergang in die Anschlussheilbehandlung. Falls eine Rehabilitation erforderlich ist, steht Ihnen unser Team vom Sozialdienst zur Verfügung, um vor oder während Ihres stationären Aufenthaltes eine Anschlussheilbehandlung mit Ihnen zu planen.

Tag der Entlassung

Wenn Sie zur Anschlussheilbehandlung ins Reha-Zentrum am St. Josef-Stift wechseln, helfen wir Ihnen beim Umzug. Bei einem direkten Wechsel in eine andere Rehaklinik werden Sie in der Regel dort abgeholt. Bei Entlassung nach Hause bitten wir Sie, Ihr Zimmer bis 9.30 Uhr zu verlassen; im Loungebereich Ihrer Station können Sie selbstverständlich bleiben.

Referent (Dr. Christian Brinkmann) hält einen Vortrag vor Publikum in einem Veranstaltungsraum, im Vordergrund ist eine Kamera zu sehen.
Vortrag im Rahmen der Patientenakademie mit Informationen rund um Erkrankungen und Behandlungsoptionen der Wirbelsäule.

Patientenfilme zur Spinalkanalstenose

Ursache, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten: Die Filme richten sich an Betroffene, die konkret vor der Entscheidung einer Dekompressionsoperation stehen und Informationen über den gesamten Behandlungspfad suchen. Strukturiert und verständlich erklärt Dr. Christian Brinkmann die Anatomie der Wirbelsäule, die Ursachen und Symptome einer Spinalkanalstenose, die Diagnostik, konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten sowie die Nachbehandlung.
Neben dem Film zur Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule steht ein weiterer, inhaltlich ähnlich aufgebauter Film zur Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule zur Verfügung.

Patientenakademie

Patientenveranstaltungen und aufgezeichnete Vorträge

Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie bietet regelmäßig Veranstaltungen im Rahmen der Patientenakademie des St. Josef-Stifts an. Im Mittelpunkt stehen die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen einschließlich der Demonstration einer Wirbelsäulenoperation am Modell.

Qualität & Zahlen

Präzision und Erfahrung

Knapp 1.700 Patientinnen und Patienten behandelt die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie jährlich stationär, mehr als 1.500 von ihnen wurden operativ versorgt. Den Schwerpunkt bilden dabei dekomprimierende und stabilisierende Eingriffe an Hals- und Lendenwirbelsäule, häufig auch mit entsprechenden Implantatversorgungen. Wann immer möglich erfolgt dies schonend minimalinvasiv unter dem OP-Mikroskop.

1.696
Stationäre Patient:innen
8,81
Verweildauer in Tagen
1,576
Case-Mix-Index
2.672
Case-Mix (Punkte)
4.096
Vorstationäre/ambulante Fälle

Zertifizierungen in der Wirbelsäulenchirurgie

Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie ist als Wirbelsäulenspezialzentrum Stufe II der Deutschen Wirbelsäulen Gesellschaft zertifiziert. Weitere Hinweise zu dieser Zertifizierung finden Sie auf unserer Seite Qualität & Spezialisierung. Darüber hinaus verfügt Dr. Christian Brinkmann über das Master-Zertifikat der Deutschen Wirbelsäulen Gesellschaft und ein DWG-Zertifikat zur konservativen Wirbelsäulenbehandlung. 

Expertise in der Wirbelsäulenchirurgie

Ärztliche Weiterbildung & Famulatur

Ein kurzer Überblick über die ärztlichen Weiterbildungsmöglichkeiten in der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie:

  • Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in Kooperation mit den Chefarztkollegen Dr. Horst, Dr. Platte und Dr. Radas
  • Spezielle chirurgische Weiterbildung in der Wirbelsäulenchirurgie für Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie auch für Fachärzte für Neurochirurgie
  • Auf Wunsch im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung gezielte Ausbildung in konservativer und operativer Wirbelsäulenbehandlung

Alle Informationen zur ärztlichen Weiterbildung

 

Famulatur

Studierenden der Humanmedizin bieten wir Famulaturen an, die in der Regel zwischen 2 bis 4 Wochen stattfinden.

Informationen zur Famulatur

Moderne Ausbildung in der Wirbelsäulenchirurgie

Injektionsschulung am Wirbelsäulenmodell
Real Spine: Wirbelsäulen-OP-Training