Ergotherapeutische Behandlungsangebote
Erfahren Sie mehr über Schienenversorgung, Handtherapie, Gelenk- und Hilfsmittelberatung sowie Ergotherapie nach Operationen, Verletzungen, bei neurologischen Krankheitsbildern und bei Kindern.


Schienenversorgung an Hand, Arm & Fingern
Die Schienenversorgung ist ein wichtiger Therapiebaustein in der Rheumatologie sowie nach Verletzungen oder Operationen an Arm, Hand und Fingern – ebenso bei neurologischen, pädiatrischen und orthopädischen Krankheitsbildern. Je nach Ziel können Schienen und Orthesen ruhigstellen, mobilisieren oder dehnen und damit Fehlstellungen korrigieren sowie motorische Fähigkeiten verbessern oder wiederherstellen. Zudem unterstützen sie Schmerzlinderung, Entlastung und können sogar zum normalen Knochenwachstum beitragen.
In der Ergotherapie des St. Josef-Stifts fertigen wir mit hoher Expertise individuelle Schienen an oder wählen eine passende konfektionierte Schiene aus. Vorab ist oft eine Beratung zu den verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten sinnvoll.
Nehmen Sie hierzu gern Kontakt mit uns auf: ergo@st-josef-stift.de
Beispiele für Schienen:
- Statische Schienen ohne bewegliche Anteile, z. B. Lagerungsschiene, Daumenschiene, AUD, Ring
- Dynamische Schienen mit beweglichen Anteilen, wie z. B. MHumfassende Dyn. Schiene, Mannerfeltschiene, Kleinertschiene
- Statisch-progressive Schienen, z. B. Ruckschienen
Bildbeispiele für Schienen

Handtherapie
Unsere Hand ist das Tor zur Welt! Wir begreifen, fühlen, handeln und kommunizieren in und mit unserer Umwelt. So zeigen sich schon bei kleinen Verletzungen empfindliche Einschränkungen in unserer Handlungsfähigkeit. Umso wichtiger ist es, bei der Behandlung nicht nur die verletzten Strukturen, sondern den ganzen Menschen mit seiner spezifischen Umwelt und seinen Bedürfnissen in den Blick zu nehmen.
Die Handtherapie ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Therapiemaßnahmen, die bei Erkrankung und Verletzungen der oberen Extremität eingesetzt werden können, z.B. passive Mobilisation der Gelenke, Narbenbehandlung, Schienenbau, Wärme- und Kälteanwendungen und spezielle Verfahren wie Manuelle Therapie oder Taping.
- Für das Angebot benötigen Sie eine ärztliche Verordnung über motorisch-funktionelle Ergotherapie.
Warum Handtherapie? Therapeutische Anwendungsfelder
- Operationen im Bereich der Finger- und Handgelenke
- Rheumatische Erkrankungen (z. B. Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis)
- Arthrose, z. B. Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)
- Verletzungen der Sehnen, Bänder, Gelenkkapseln und Knochen
- Postoperative Narben
- Morbus Dupuytren (Fasziektomie)
- Komplexe Handverletzungen (z.B. Brandverletzungen, Quetschungen, Sägeverletzungen)
- Karpaltunnelsyndrom
- Amputationen
- Nervenverletzungen des Armes oder der Hand
- CRPS (Morbus Sudeck)


Gelenkschutz- und Hilfsmittelberatung
Viele neurologische, orthopädische und besonders rheumatische Erkrankungen können alltägliche Aktivitäten wie Anziehen, Waschen, Essen oder Schreiben erschweren. In unserer Gelenkschutz- und Hilfsmittelberatung unterstützen wir Sie mit großer Erfahrung bei Auswahl und Erprobung passender Hilfsmittel und Strategien für die Aktivitäten des täglichen Lebens, um ein möglichst hohes Maß an Unabhängigkeit im Alltag zu erreichen oder zu erhalten.
- Die Gelenkschutz- und Hilfsmittelberatung kann im Rahmen einer Verordnung über motorisch-funktionelle Ergotherapie erfolgen.
Beispiele für Hilfsmittel

Orthopädie & Rheumatologie
Wir behandeln Menschen, die durch Verletzungen sowie chronische oder akute Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats in ihren alltäglichen Aktivitäten eingeschränkt sind – mit einem besonderen Schwerpunkt in der Rheumatologie. In der Therapie trainieren wir unter anderem Beweglichkeit, Koordination und Feinmotorik und erarbeiten physiologische Bewegungsabläufe mit dem Ziel, Hände und Arme im Alltag möglichst normal einzusetzen. Häufig stehen zunächst Wahrnehmungsnormalisierung, Schmerzlinderung und Narbenbehandlung im Vordergrund; auch Schienenversorgung sowie Hilfsmittel- und Gelenkschutzberatung können Teil der Behandlung sein.
- Für die Behandlung ist eine ärztliche Verordnung über motorisch-funktionelle Ergotherapie erforderlich.
Beispiele für orthopädische & rheumatische Krankheitsbilder
- Rheumatische Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Arthrose
- Überlastungssyndrome wie Tennis- oder Mausarm
- Morbus Dupuytren
- CRPS (Morbus Sudeck)
- Polyneuropathie
- Zustände nach Operationen an der oberen Extremität
- Frakturen (Knochenbrüche)
Narbenbehandlung
Schlecht verheilte, verhärtete oder schmerzhafte Narben können zu funktionellen, kosmetischen und sogar psychosomatischen Problemen führen. Beispiele sind Bewegungseinschränkungen, Schonhaltungen und Nichtgebrauch durch Schmerzen oder Verwachsungen mit darunterliegenden Strukturen. Hier setzen wir spezielle Behandlungsverfahren ein, um die Narbenentwicklung positiv zu beeinflussen.
- Für die Behandlung ist eine ärztliche Verordnung über motorisch-funktionelle Ergotherapie erforderlich, mit dem Zusatz Narbenbehandlung.

Ergotherapie für Kinder
Sensomotorisch-perzeptive Behandlung
Die sensomotorische Behandlung von Kindern in der Ergotherapie zielt darauf ab, das Zusammenspiel von Sinneswahrnehmung (sensorisch), Bewegungssteuerung (motorisch) und Koordination zu verbessern. Kinder werden in ihrer Entwicklung und in ihren Fähigkeiten unterstützt und so auch in ihrem Selbstvertrauen bestärkt.
Hierfür kommen vielfältige vor allem spielerische Verfahren zum Einsatz wie beispielsweise:
- Förderung der Konzentrationsfähigkeit
- Feinmotorik und Graphomotorik (Schreibfähigkeit)
- Ausbildung der Händigkeit (Links-/Rechtshändigkeit)
- Verbesserung der Geschicklichkeit
Motorisch-funktionelle Behandlung
Bei einer Grunderkrankung wie kindliches Rheuma (JIA) kann ein Kinderarzt auch motorisch-funktionelle Behandlung verschreiben. In diesem Rahmen kann sich auch eine Schienenversorgung als sinnvoll herausstellen, die wir in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt direkt durchführen können.
Indikationen für ambulante Ergotherapie für Kinder sind unter anderem:
- Verzögerungen in der Entwicklung
- Lern- und Leistungsschwierigkeiten
- Unsicherheiten in der Alltagsbewältigung
- Schwächen in der Feinmotorik und Koordination
- Graphomotorische Probleme
- Unsicherheiten bzgl. der Handdominanz
Sowie:
- Juvenile idiopathische Arthritis
- Angeborene Fehlbildungen der Hand
- Zustand nach Operationen an Armen oder Händen

Neurophysiologische Ergotherapie
In der neurophysiologischen Ergotherapie unterstützen wir Patient:innen dabei, den Muskeltonus zu regulieren (Krampfneigung oder Schlaffheit), physiologische Bewegungsmuster einzuüben und Gleichgewicht sowie Fein- und Grobmotorik zu trainieren. Auch die Normalisierung von Berührungs- oder Temperaturempfindungen kann ein Therapieziel sein.
Zusätzlich fördern wir das Verbessern oder Erhalten von Merk- und Konzentrationsfähigkeit durch Training von Aufmerksamkeit und Gedächtnis sowie ggf. das (Wieder-)Einüben von Lesen und Schreiben. Eine Beratung zu geeigneten Hilfsmitteln und zu sinnvollen Anpassungen im häuslichen und beruflichen Umfeld kann die Behandlung ergänzen.
- Für die ergotherapeutische neurophysiologische Behandlung ist in den meisten Fällen eine Verordnung über sensomotorisch-perzeptive Ergotherapie erforderlich.
Beispiele für neurologische Krankheitsbilder
- Schlaganfall
- Morbus Parkinson
- Multiple Sklerose
- Schädel-Hirn-Trauma
- Nervenläsion der oberen Extremitäten
- Polyneuropathien
- Demenz, Morbus Alzheimer
- Hirntumore
- andere neurologische Erkrankungen
- andere geriatrische Erkrankungen









