Expertise in Rheumabehandlung

Rheumatologie & Klinische Immunologie

Unsere Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie besteht seit 1980 und behandelt sämtliche rheumatologische Erkrankungen. Mit 110 stationären Betten ist sie die zweitgrößte bettenführende Abteilung für Rheumatologie in Deutschland. Wir bieten ein multimodales, wissenschaftlich fundiertes rheumatologisches Behandlungskonzept, das modernste Therapieformen mit ganzheitlicher Begleitung verbindet – für mehr Lebensqualität und langfristige Gesundheit.

PD Dr. med. Peter Korsten führt bei einer Patientin eine Ultraschalluntersuchung durch.

Hochspezialisierte & interdisziplinäre Rheuma-Behandlung

Die Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie kooperiert eng mit den Therapieabteilungen des St. Josef-Stifts und den anderen Kliniken des Rheumatologischen Kompetenzzentrums Nordwestdeutschland (Klinik für Rheumaorthopädie, Klinik für Kinder- und Jugendrheumatologie), einem einzigartigen Behandlungssetting für entzündlich-rheumatische Erkrankungen.

Besondere Schwerpunkte unserer Klinik sind die Behandlung entzündlicher Gelenkerkrankungen mit einer besonderen Expertise in der intraartikulären Injektionsbehandlung, die ultraschallbasierte Diagnostik als DEGUM-zertifiziertes interdisziplinäres Ultraschallzentrum sowie die Diagnostik und Therapie von autoinflammatorischen und autoimmunologischen Systemerkrankungen mit Organbeteiligungen, z. B. der Nieren oder der Lunge.

Wir engagieren uns in der klinischen Forschung und nehmen an nationalen und internationalen Registerstudien teil, um Ihnen stets die modernste Therapie anbieten zu können und die Behandlung rheumatischer Erkrankungen zu verbessern.

Kontakt

Ihr Weg zu uns

Termine (ambulant, stationär, ASV) in der Klinik für Rheumatologie & Klinische Immunologie

Ihren Termin vereinbaren Sie bitte über das Patientenmanagement.

  • Patientenmanagement

    Erreichbarkeit Montag - Freitag | 7 - 17 Uhr

    Im Rahmen der ASV Rheumatologie bieten wir Spezialsprechstunden an, die die Schwerpunkte unserer Klinik abbilden.

    • Schwangerschaftssprechstunde 
    • Sarkoidose-Sprechstunde 
    • Vaskulitis- und SLE-Sprechstunde, insbesondere mit Nierenbeteiligung 
    • Sklerodermie- und Myositis-Sprechstunde 

Sprechstunden der Rheumatologie: Was muss ich mitbringen?

Rheuma-Ambulanz

Die Rheuma-Ambulanz im St. Josef-Stift Sendenhorst steht für Patientinnen und Patienten mit einer schwierigen diagnostischen Zuordnung oder komplizierten Therapieverläufen zur Verfügung. 

Eine Überweisung durch Fachärzt:innen für Innere Medizin und Rheumatologie oder Fachärzt:innen für Orthopädie und Unfallchirurgie zur Mit-/Weiterbehandlung ist erforderlich.

Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung nach § 116b SGB V (ASV)

Die Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung (ASV) umfasst die Diagnostik und Behandlung bestimmter rheumatologischer Erkrankungen, wenn deren Ausprägung eine interdisziplinäre oder komplexe Versorgung oder eine besondere Expertise oder Ausstattung notwendig macht. 

In diesen Fällen ist von einer niedergelassenen Vertragspraxis eine Überweisung nach §116b SGB V und der ausgefüllte Screeningfragebogen erforderlich.

Wer kann in die ASV-Sprechstunde Rheumatologie?

Die ASV ist ein Behandlungsangebot für Patientinnen und Patienten, die an einer seltenen oder schweren Erkrankung mit besonderem Krankheitsverlauf leiden. Das Besondere: Die Behandlung erfolgt durch interdisziplinäre ärztliche Teams in Praxen und Kliniken. Niedergelassene Vertragsärzte/-ärztinnen und Krankenhausärzte/-ärztinnen übernehmen gemeinsam die ambulante hochspezialisierte Versorgung zu gleichen Rahmenbedingungen. 

Folgendes ist zu beachten:

  • Gesetzlich versicherte Patienten und Patientinnen ab dem 18. Lebensjahr dürfen an der ASV Rheumatologie teilnehmen
  • KV-zugelassene Ärzte und Ärztinnen dürfen ASV-Überweisungen ausstellen (Kästchen § 116 b muss auf dem Überweisungsschein angekreuzt sein)

Die Überweisung in den ASV-Bereich nach § 116 b kann je nach Indikation erfolgen (ASV Indikations-Katalog). Zum Zeitpunkt der Überweisung muss eine gesicherte Diagnose vorliegen, bei seltenen Erkrankungen und rheumatologischen Erkrankungen reicht ggfs. eine Verdachtsdiagnose. Im Fall einer Verdachtsdiagnose besteht die Verpflichtung, die Überweisung in die ASV medizinisch zu begründen, es muss eine Mindestdiagnostik (siehe 1. – 4.) erfolgt sein:

  • Anamnese (z.B. positive Familienanamnese, Morgensteifigkeit der Gelenke (> 30 Minuten), Trauma, Schmerz, nächtlicher Rückenschmerz, rezidivierende Gelenksteife)
  • Körperliche Untersuchung (z.B. Bewegungseinschränkung, Extraartikuläre Manifestationen, schmerzhafte Gelenkschwellung)
  • Laboruntersuchungen (z.B. Entzündungsparameter, falls vorhanden auch spezifische Antikörper wie Rheumafaktoren oder CCP-Antikörper)
  • Fakultativ: Bildgebung (falls bereits vorhanden)
     
Für einweisende Praxen: Rheuma-Notfallbehandlung

Das Team der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie ist auch in rheumatologischen Notfällen für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten da! Bei akuten, schweren Schüben einer bekannten rheumatischen Erkrankung, Hinweisen auf eine schwerwiegende Komplikation oder sehr dringenden Neuvorstellungen können uns haus- oder fachärztliche Kollegen oder Kolleginnen am besten vorab telefonisch erreichen unter:

02526 300-1541 | Sekretariat der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie (unter der Woche von 7.15 bis 15.15 Uhr)

Außerhalb der regulären Dienstzeiten werden Sie über unseren Empfang, Telefon 02526 300-0, mit dem diensthabenden Facharzt bzw. der Fachärztin verbunden.

Rheumatologische Behandlungsangebote

Rheumatoide Arthritis & systemische Autoimmunerkrankungen

Krankheitsbilder, die wir behandeln:

Weitere Schwerpunkte:

Detailaufnahme eines Labormikroskops mit Objektiv und Objekttisch.
Mikroskopische Diagnostik im rheumatologischen Kontext.
Untersuchung

Diagnostik & interdisziplinäre Zusammenarbeit

Alle wichtigen rheumatologischen Diagnostikverfahren (Labor, Ultraschall, Röntgen, Kapillarmikroskopie, MRT / CT, Knochendichtemessung) sind bei uns verfügbar und werden interdisziplinär mit der Expertise in der Orthopädie, der Schmerz- und der Physiotherapie im St. Josef-Stift verknüpft. 

Chefarzt PD Dr. med. Peter Korsten sitzt an seinem Schreibtisch und sichtet medizinische Unterlagen in der rheumatologischen Klinik.
Chefarzt PD Dr. med. Peter Korsten im Arbeitsalltag der Rheumatologie.
Unsere Behandlungsschwerpunkte

Rheumatologische Therapie nach Maß - individuell, ganzheitlich, modern

Wir setzen auf individuell abgestimmte Therapiekonzepte zur Linderung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen – von Basistherapie über innovative Medikamente bis hin zu interdisziplinären Behandlungsplänen gemeinsam mit Patient:innen und Niedergelassenen.

Physikalische & lokale Therapie

  • Moderne Ganzkörper-Kältekammer (Kältetherapie bis –110 °C) zur Schmerzreduktion und Mobilitätsverbesserung. 
  • Gezielte lokale Maßnahmen wie Cortison-Injektionen zur Entzündungshemmung

Ergo-, Physiotherapie & psychosoziale Betreuung

Ergotherapie, physikalische Maßnahmen sowie spezialisierte psychologische und sozialmedizinische Unterstützung runden unser Therapiespektrum ab – immer mit Blick auf Ihre Lebensqualität. 

Checklisten & Ablauf

Stationärer Aufenthalt in der Klinik für Rheumatologie & Klinische Immunologie

Was muss ich mitbringen? Wichtige Informationen rund um Ihren Aufenthalt:

Was muss ich für den stationären Aufenthalt mitbringen?

Wichtige Unterlagen:

  • Krankenhauseinweisung  
  • Medikamentenliste (mit Dosierung), Medikamente für 3 Tage (Originalverpackung)  
  • Befunde (z. B. ärztliche Befundbriefe, Labor, Röntgen, MRT, CT, Szintigramm, neurologische Befunde)

Welche Bekleidung und Hilfsmittel:

  • Sportbekleidung, feste Sportschuhe
  • Badekleidung, Badeschuhe, Handtücher 
  • Eventuell vorhandene eigene Hilfsmittel, Schienen, Gehstützen, Gelenkorthesen, Rollator
  • Für die Kältekammer-Therapie: Mütze und Handschuhe
Ihr erster Tag in der Klinik für Rheumatologie
8.30 – 9 UhrAnkunft, Empfang durch die Christlichen Krankenhaushilfen und Begleitung auf Ihre Station
VormittagBlutabnahme, pflegerisches Aufnahmegespräch auf der Station, ärztliches Aufnahmegespräch, pharmazeutisches Aufnahmegespräch
12 - 13 UhrMittagessen
NachmittagWeitere Gespräche, Diagnostik, erste Therapiemaßnahmen
17.45 UhrAbendessen

 

 

Nach Ihrem stationären Aufenthalt

Ihre weitere ambulante Betreuung erfolgt nahtlos in Zusammenarbeit mit Rheumatolog:innen und Hausärzt:innen – mit klaren Therapiezielen und Patientenaufklärung. Während des stationären Aufenthaltes besprechen wir bereits eventuelle Therapieänderungen mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.

Spitzenmedizin & Forschung

Kooperationspartner & Netzwerk

Wir arbeiten eng mit niedergelassenen Rheumatolog:innen im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) zusammen. Weiterhin engagieren wir uns wissenschaftlich in gemeinsamen Projekten mit der Universitätsklinik Münster. Intern kooperieren wir insbesondere mit der Klinik für Kinder- und Jugendrheumatologie sowohl in der Patientenversorgung als auch im Rahmen klinischer Studien.

In der Diagnostik und Therapie von Systemerkrankungen kooperieren wir eng mit der Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin des Clemenshospitals Münster im Rahmen eines ILD-Boards. Zudem nehmen wir regelmäßig an Nierenbiopsie-Konferenzen der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie der Universitätsmedizin Göttingen teil.

Zertifizierungen

Ausgezeichnete rheumatologische Expertise

Unsere Klinik wurde in verschiedenen Bereichen ausgezeichnet, z. B. als:

  • Interdisziplinäres Ultraschallzentrum nach den DEGUM-Richtlinien
  • Schwerpunktzentrum für Osteoporose des Dachverbandes Osteologie (DVO) 
  • und wir erhalten regelmäßig das Gütesiegel des Verbandes Rheumatologischer Akutkliniken (VRA)

Privatdozent Dr. Peter Korsten wird zudem in der FOCUS-Ärzteliste Rheumatologie empfohlen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite  Qualität & Spezialisierung

Qualität & Zahlen

Qualität ist unser Erfolgsfaktor

Die Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie behandelt mehr als 3.500 Patienten jährlich stationär, rund 3.000 Patienten sehen die Sendenhorster Rheumatologinnen und Rheumatologen ambulant. Die häufigsten Diagnosen sind die Chronische Polyarthritis, die Fibromyalgie und die Psoriasis-Arthropathie.

3.549
Stationäre Patient:innen
8,69
Verweildauer in Tagen
0,599
Case-Mix-Index
2.125
Case-Mix (Punkte)
2.991
Ambulante/ASV-Fälle

Ärztliche Weiterbildung & Famulatur in der Rheumatologie

In unserer Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie bieten wir verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten für Ärztinnen und Ärzte.

Einen Überblick über die Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie hier:

Zu den Weiterbildungsmöglichkeiten

 

Famulatur

Studierenden der Humanmedizin bieten wir Famulaturen an, die in der Regel zwischen 2 bis 4 Wochen stattfinden.

Informationen zur Famulatur

Blick von oben in die Magistrale des St. Josef-Stifts: Besucherinnen und Besucher stehen an Infotischen und tauschen sich bei der Rheuma-Fortbildung Adventssymposium aus.
Teilnehmende beim Adventssymposium an den Infoständen in der Magistrale des St. Josef-Stifts.
Ärztliche Fortbildung in Rheumatologie

Adventssymposium, Ultraschall- & Injektionskurse

Beim Sendenhorster Adventssymposium unter Leitung von PD Dr. Peter Korsten lernen Teilnehmende von der Expertise und Erfahrung des Rheumatologischen Kompetenzzentrums Nordwestdeutschland.

Regelmäßig bieten Ärztinnen und Ärzte der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie Fortbildungskurse zum Gelenkultraschall und zur Gelenkinjektion im St. Josef-Stift Sendenhorst an.

Veranstaltungstermine finden Sie unter Aktuelles.

Forschung & Weiterentwicklung

Das Studienzentrum

Die Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie arbeitet gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendrheumatologie an klinischen Studien für die Entwicklung und den Fortschritt der Forschung. Eine Übersicht der aktuellen Studien sowie Publikationen und Kontakt ins Studienzentrum finden Sie hier.