Schmerzklinik für Gelenk- & Rückenbeschwerden

Willkommen in unserer Schmerzklinik für Gelenk- und Rückenbeschwerden – einem spezialisierten Zentrum für die ganzheitliche Behandlung chronischer Schmerzen am Bewegungsapparat. Unsere Philosophie basiert auf dem Grundsatz Hilfe zur Selbsthilfe: Wir stärken Ihre Eigenkompetenz und unterstützen Sie dabei, Schmerzen besser zu bewältigen und Ihren Alltag wieder aktiver zu gestalten.

Chefarzt Dr. Thier im Austausch mit Patientin in der Schmerzklinik

Chronische Schmerzen ganzheitlich behandeln

In unserer Schmerzklinik stehen Sie im Mittelpunkt: Wir verstehen Sie als aktive/n Partner:in in der Schmerztherapie und unterstützen Sie dabei, Ihre Beschwerden besser zu verstehen und selbstwirksam damit umzugehen. Unser Ziel ist nicht nur die Schmerzlinderung, sondern eine nachhaltige Verbesserung Ihrer Lebensqualität.

Dafür erstellen wir individuelle Behandlungspläne, die sich an Ihren persönlichen Bedürfnissen, Ihrem Alltag und Ihren Lebensumständen orientieren. In der multimodalen Schmerztherapie verbinden wir moderne medizinische Verfahren mit psychotherapeutischen Methoden, um Schmerzen ganzheitlich zu behandeln – körperlich, emotional und sozial.

Unser interdisziplinäres Team begleitet Sie Schritt für Schritt zu mehr Selbstbestimmung, Resilienz und Kontrolle im Umgang mit chronischen Schmerzen – damit Sie Ihre Lebensfreude und Aktivität zurückgewinnen.

Wir sind für Sie da

Piktogramm zeigt einen Kalender mit einem Plus-Zeichen zur Veranschaulichung der Terminvereinbarung.

Terminvereinbarung in der Schmerzklinik

Termine können einfach über unser Patientenportal online gebucht werden. Sie werden Schritt für Schritt durch den Anmeldeprozess geführt. Für die erste Buchung ist eine einmalige Registrierung per E-Mail erforderlich.

Wenn Sie lieber einen Termin telefonisch vereinbaren möchten, kontaktieren Sie unser Patientenmanagement unter 02526 300-300, Erreichbarkeit montags bis freitags, 7 - 17 Uhr.

Sie benötigen jeweils eine Einweisung.


Portrait Chefarzt Dr. Herbert Thier
„Mit Ihnen gegen den Schmerz – für ein besseres Leben.“
Herbert Thier, Chefarzt der Schmerzklinik
Ein Pfleger misst bei einer Patientin den Blutdruck.
Interdisziplinäre Versorgung in der Schmerzklinik.
Behandlungsspektrum

Chronische Schmerzen, Fibromyalgie-Syndrom & medikamentöse Neueinstellung

Unsere Schmerzklinik behandelt sämtliche Formen von chronischen Schmerzen mit einem besonderen Schwerpunkt auf Rücken-, Gelenk-, Muskel- und Ganzkörperschmerzen, einschließlich des Fibromyalgie-Syndroms. Im Rahmen der medikamentösen Neueinstellung, insbesondere bei unsachgemäßem Gebrauch oder Fehlgebrauch von Schmerzmitteln (außer im Fall von Suchterkrankungen), bieten wir gezielte Schmerzmittelentzüge an, um den Medikamentenkonsum zu reduzieren und eine nachhaltige aktive Schmerzbewältigung zu fördern.

Chronische Schmerzen

Wenn Schmerz zur Krankheit wird

Schmerzen gehören zum Leben wie Hunger und Durst. Trotz ihrer Unannehmlichkeit dienen sie dem Menschen als überlebenswichtiges Warnsignal und schützen ihn vor schädigenden Einwirkungen. In der Regel klingt dieser normale oder auch „akute Schmerz“ ab, sobald die auslösende Ursache, z. B. eine Verletzung, ausgeheilt oder beseitigt worden ist. Hält der Schmerz jedoch länger als 3 bis 6 Monate an oder tritt er immer wiederkehrend auf, spricht man von einem „chronischen Schmerz“.

Der chronische Schmerz kann zu körperlicher Schwäche und abnehmender Belastbarkeit, Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen. Er kann im Laufe der Zeit das Fühlen, Denken und Handeln eines Menschen derart bestimmen, dass diesem die Lebensfreude und Zuversicht genommen wird. Dabei ist eine eindeutige organische Ursache bei länger anhaltenden Schmerzen meist nicht mehr zu finden. Der Schmerz hat längst seine warnende Funktion verloren und entwickelt sich zu einem eigenständigen komplexen Krankheitsbild.
 

Behandlungsangebot

Multimodale Schmerztherapie – eine ganzheitliche Behandlungsmethode

Unsere multimodale Schmerztherapie setzt auf einen integrativen, multidisziplinären Ansatz: Wir kombinieren verschiedene Verfahren für eine bestmögliche Behandlung chronischer Schmerzen. Ziel sind Schmerzlinderung, mehr Selbstbestimmung und ein wirksames Schmerzmanagement. 

Entscheidend ist die aktive Mitarbeit der Betroffenen. Wir unterstützen bei Verhaltensänderungen und dem Erlernen individueller Heimprogramme, um diese Techniken und Strategien in den Alltag zu integrieren. Unsere Expertinnen und Experten stehen dabei kontinuierlich mit Unterstützung und Anleitung zur Seite.

Therapiebausteine der multimodalen Schmerztherapie

Neben der medikamentösen Schmerzbehandlung berücksichtigt unsere Schmerzklinik auch körperliche, psychologische und soziale Faktoren. So entsteht ein ganzheitlicher Therapieansatz, der Ursachen und Auswirkungen chronischer Schmerzen gezielt einbezieht.

Kern der multimodalen Schmerztherapie ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit: Expertinnen und Experten aus Medizin, Psychologie, Physiotherapie, Ergotherapie und Pflege (Pain Nurses) entwickeln gemeinsam für jede Patientin und jeden Patienten einen individuellen Therapieplan, abgestimmt auf die jeweiligen Ursachen und Auswirkungen der Schmerzen.

Die Behandlung umfasst dabei:

  • Überprüfung und ggf. Neuanpassung der medikamentösen Schmerztherapie
  • Informationsgespräche und Seminare, z.B. über Schmerzmittel, Stress und Entspannung, um das Krankheitsverständnis zu erweitern
  • Physiotherapie, um die Beweglichkeit zu verbessern, Verspannungen zu reduzieren und die körperliche Funktion zu fördern
  • Psychotherapeutische Verfahren, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie, die den Umgang mit chronischen Schmerzen erleichtern und die Lebensqualität der Patient:innen steigern
  • Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung, um Stress abzubauen und die Selbstregulation zu fördern
  • Ergotherapie, die dazu beiträgt, Alltagsfähigkeiten zu erhalten und die Selbstständigkeit im täglichen Leben zu steigern

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen auf das Bewegungssystem spezialisierten Fachabteilungen des St. Josef-Stifts wird aktiv gelebt, um eine umfassende, ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten.

Multimodale Schmerztherapie: Stationär oder tagesklinisch

Unsere multimodale Schmerztherapie wird im stationären oder tagesklinischen Rahmen angeboten. In beiden Fällen erfolgt die Behandlung in Gruppen von maximal 8 Patientinnen und Patienten über einen Zeitraum von drei Wochen. Ob eine stationäre oder tagesklinische Behandlung für den Einzelnen geeignet ist, wird im Rahmen einer ambulanten Erstuntersuchung individuell geklärt.

  • Stationäre Behandlung

    Für Patientinnen und Patienten mit einschränkenden Begleiterkrankungen oder fortgeschrittenen Mobilitätsdefiziten kann eine stationäre Schmerztherapie notwendig sein. Eine ausreichende körperliche Belastbarkeit und die Bereitschaft zur körperlichen Aktivität sind jedoch erforderlich, um von der Behandlung bestmöglich zu profitieren.

  • Schmerz-Tagesklinik

    Die Schmerz-Tagesklinik richtet sich an Patientinnen und Patienten, die noch mobil und gesünder sind. Die tägliche Anfahrt zur Klinik muss selbst organisiert werden. Gegebenenfalls kann ein Fahrtkostenzuschuss bei der Krankenkasse beantragt werden. Für Patientinnen und Patienten, die weiter entfernt wohnen, besteht die Möglichkeit, gegen einen geringen Kostenbeitrag in einem Gästehaus des Krankenhauses zu wohnen 
    (Mehr Informationen).

    Die Behandlung findet in der Regel von montags bis freitags von 8 – 16 Uhr statt. Am Spätnachmittag kann man nach Hause fahren, um dort zu übernachten. An Feiertagen findet keine Therapie statt.

    Ein großer Vorteil der Schmerz-Tagesklinik ist, dass die Patientinnen und Patienten mit ihrem persönlichen Umfeld in Kontakt bleiben können. So lassen sich erlernte Bewältigungsstrategien und Verhaltensänderungen direkt im Alltag erproben. Probleme bei der Umsetzung können in der Therapie besprochen und gemeinsam Lösungen gefunden werden.

Ein Pfleger mit Stethoskop misst den Blutdruck einer Patientin, die auf einem Stuhl sitzt.
Der Weg in unsere Schmerzklinik

Vorgespräch & Erstuntersuchung

Wir hören zu – bevor Sie kommen. Vor dem Beginn einer Multimodalen Schmerztherapie erkunden wir gemeinsam mit Ihnen, ob dieses Behandlungsangebot für Sie hilfreich sein kann. 

Zur Erstuntersuchung und zur Aufnahme in die Klinik bringen Sie bitte eine Einweisung Ihrer einweisenden Praxis mit.

Telefonisches Vorgespräch

Als ersten Schritt führen wir ein ca. 15-minütiges Telefonat mit Ihnen. Eine spezialisierte Pflegefachkraft (Pain Nurse) wird Sie anrufen, um Ihr Anliegen zu sprechen und zu prüfen, ob unsere multimodale Schmerztherapie für Sie in Frage kommt. Sollte eine ambulante Vorstellung sinnvoll sein, erhalten Sie von uns einen Vorstellungstermin sowie eine Einladung zur ambulanten Voruntersuchung. Zusammen mit der Einladung senden wir Ihnen einen ausführlichen Schmerzfragebogen (Deutscher Schmerzfragebogen) zu, den Sie bitte vollständig ausgefüllt an uns zurückschicken.

Damit wir uns gut auf Ihre ambulante Erstuntersuchung vorbereiten können, bitten wir Sie, uns alle relevanten Befunde, ärztliche Befund- und Krankenhausberichte sowie Informationen über Vorerkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen-, Nieren- und Lebererkrankungen) im Voraus zukommen zu lassen.

Ambulante Erstuntersuchung & Aufnahme

Damit Ihr Schmerz von Anfang an ernst genommen wird, finden eine ausführliche ärztliche und physiotherapeutische Untersuchung sowie ein psychologisches Erstgespräch statt. Unter Berücksichtigung Ihrer Vorerkrankungen und Ihrer Belastbarkeit wägen wir mit Ihnen ab, ob eine stationäre oder tagesklinische Behandlung in unserer Klinik sinnvoll und möglich ist. Diese ambulante Erstuntersuchung dauert ungefähr 4 Stunden. Bitte planen Sie entsprechend Zeit ein.

Erscheint eine multimodale Schmerztherapie als geeignete Maßnahme, kümmern wir uns mit Ihnen zusammen um einen Termin für die (teil)stationäre Aufnahme oder die Aufnahme in die Schmerz-Tagesklinik.

Schmerz ernst nehmen: In einer ca. 4-stündigen Erstuntersuchung klären wir gemeinsam, welche Behandlung für Sie geeignet ist.
Was ist am Aufnahmetag mitzubringen? Checkliste zur Anreise

Wichtige Unterlagen für Ihren Aufenthalt in der Schmerzklinik (falls noch nicht eingereicht):

  • Krankenhaus-Einweisung für die multimodale Schmerztherapie, Krankenkassenkarte
  • Liste der Medikamente, die Sie z. Zt. einnehmen (mit genauer Dosierungsanweisung)
  • Medikamente für die ersten 3 Tage (in Originalverpackung)
  • Bereits vorliegende Befunde (ärztliche Briefe, Allergiepass oder Ergebnis eines Allergie-Tests, Röntgenbilder, MRT, CT etc.) 
  • Bargeld oder Geldkarte (z. B. für Hilfsmittelgebühren)
     

Kofferpackliste für die Schmerzklinik:

Für Ihren (teil)stationären Aufenthalt in der Schmerzklinik bringen Sie bitte neben Ihren persönlichen Sachen auch folgende wichtige Dinge mit:

  • Sportkleidung
  • Feste Schuhe/Turnschuhe
  • Badeschuhe
  • Handtücher
  • Duschtücher
  • Bademantel
  • Duschschuhe
  • Badekleidung
  • Falls vorhanden: Hilfsmittel, Gehstützen, Rollator

    Bitte kein Bettzubehör mitbringen!

    Waschmaschine und Trockner sind vorhanden

Qualität & Zahlen

Messbare Erfahrung

Die Schmerzklinik für Gelenk- und Rückenbeschwerden behandelt mehr als 250 Patientinnen und Patienten jährlich stationär und tagesklinisch. Die häufigsten Diagnosen sind Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens sowie Fibromyalgie.

171
Teilstationäre Patient:innen
87
Stationäre Patient:innen
87
Rückenkrankheiten
19
Fibromyalgie
109
Sonstige Diagnosen
Nahaufnahme von zwei Händen: Eine ärztliche Hand liegt auf dem Unterarm einer Patientin während einer Untersuchung.
Manuelle Untersuchung im Rahmen der Schmerztherapie.
Qualitätsvertrag & KEDOQ-Schmerz

Beste Qualität für ein Leben mit weniger Schmerz

Um die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen weiter zu verbessern, nimmt unsere Schmerzklinik für Gelenk- und Rückenbeschwerden am St. Josef-Stift Sendenhorst an neuen Qualitätsverträgen zur multimodalen Schmerztherapie der BARMER, der Techniker Krankenkasse (TK) und mehrerer Betriebskrankenkassen teil.
Diese Verträge wurden gemeinsam mit der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. entwickelt. Auch weitere Krankenkassen können sich anschließen. Bundesweit entsteht so ein wachsendes Netzwerk spezialisierter Kliniken. Fragen Sie gerne auch bei Ihrer Krankenkasse nach.

Unsere Klinik beteiligt sich am bundesweiten Qualitätssicherungsprogramm KEDOQ-Schmerz, einem Register, in dem der Verlauf und Erfolg von Schmerzbehandlungen standardisiert erfasst wird. Dadurch können wir die Qualität unserer Therapie besser beurteilen und kontinuierlich verbessern.

 

Eine Pflegefachperson erklärt einer Patientin die Anwendung eines TENS-Geräts und legt dabei beruhigend die Hand auf ihre Schulter.
Einweisung in die Anwendung eines TENS-Geräts.
Schmerz-Treff

Selbsthilfeangebot der Schmerzklinik

Die Schmerzklinik für Gelenk- und Rückenbeschwerden bietet regelmäßig Veranstaltungen im Rahmen des Schmerz-Treffs im St. Josef-Stift an. Im Mittelpunkt stehen Impulse aus verschiedenen Fachdisziplinen sowie praktische Übungen, um neue Wege zum Umgang mit chronischen Schmerzen zu erlernen. Die kostenlosen Veranstaltungsreihe vermittelt wertvolles Wissen, bietet Raum zum Austausch und die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Facharztweiterbildung

Weiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“

Die Schmerzklinik für Gelenk- und Rückenbeschwerden verfügt über eine 12-monatige Weiterbildungsberechtigung für die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“.

Mehr Informationen über die fachärztliche Weiterbildung