
Arbeitskollegin, Freundin, Mama
Seit 25 Jahren gehört Fatma Özmen zum St. Josef-Stift. Was für sie als damals neuer Arbeitsplatz begann, prägte später auch den beruflichen Weg ihrer Tochter. Eine Geschichte über Familie, Arbeit und echte Verbundenheit.
Seit 36 Jahren in Deutschland, davon 25 Jahre im Stift: Fatma Özmen ist damals mit ihrer Familie, ihrem Mann und ihren beiden Kindern, aus der Türkei nach Ahlen gezogen und arbeitet seitdem als Raumpflegerin im St. Josef-Stift. „Ich liebe es hier. Das Haus, die Menschen – alle sind sehr herzlich“, so die 55-Jährige. Eine Freundin hatte sie im Jahr 2001 auf die Stelle im St. Josef-Stift aufmerksam gemacht. Dort ist sie einfach mal mitgegangen – und geblieben.
„Mir hat die Arbeit schon immer sehr gefallen, vor allem wegen der Zeiten. Das war gut vereinbar mit der Familie, als die beiden Kinder noch kleiner waren“, sagt Fatma Özmen. Und obwohl ihr die Menschen zuerst fremd vorkamen und sie niemanden kannte, wurde sie schnell vom Gegenteil überzeugt: „Alle sind sehr freundlich und entgegenkommend. Diese Wertschätzung kannte ich so nicht“, erzählt sie. „Hier kommt es auf den Menschen an, das ist das Wichtigste.“
Als ihre Kinder älter wurden riet Fatma Özmen ihnen zu einem Ferienjob: „Die beiden sollten lernen, was es heißt, zu arbeiten. Dass Arbeit wichtig ist, Spaß macht, aber auch mal anstrengend sein kann.“ So kam ihre Tochter Canan Ates zum ersten Mal in Berührung mit dem St. Josef-Stift und dem benachbarten St. Elisabeth-Stift.
Die heute 35-Jährige blickt gern auf ihre Zeit im Team bei der Perfekt GmbH zurück: „Mein Bruder und ich waren in dem kleinen Team immer die Jüngsten. Das war wie eine zweite Familie.“ Die gemeinsame Arbeit mit ihrer Mutter Fatma Özmen genoss sie sehr. Auf den Stationen hatte Canan Ates früher den Spitznamen „Tochter Fatma“. Für sie war mit dem Ferienjob ein Grundstein gelegt, den sie nicht erwartet hatte.
Nach ihrer Ausbildung zur Kinderpflegerin überbrückte Canan Ates die einjährige Pause bis zur geplanten Erzieherausbildung erneut mit einem Job bei Perfekt. „Das war schön, weil die Arbeit auch immer Zeit mit Mama bedeutete“, erzählt sie. Weil ihr die Atmosphäre und der Alltag im St. Elisabeth-Stift gut gefiel, fragte sie dort kurzerhand nach einem Aushilfsjob. Mit Erfolg: Nach einem Hospitationstag übernahm sie dort zusätzlich eine Stelle als Pflegehelferin.
Nach ihrer Elternzeit wechselte Canan Ates im Jahr 2018 direkt in die neu eröffnete Tagespflege St. Elisabeth. In der Tagespflege konnte sie mit hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, Betreuung und leichten pflegerischen Arbeiten ihre bisherige Erfahrung perfekt einbringen. „Die Arbeit dort ist für mich das Beste, was passieren konnte: Die Abwechslung, der Kontakt zu Menschen, das passt einfach“, sagt sie.
Auch wenn sich Fatma Özmen und ihre Tochter Canan Ates heute nicht mehr bei der Arbeit über den Weg laufen, blicken die beiden gern auf die gemeinsame Zeit zurück: Arbeitszeit war für die beiden bei Perfekt auch immer Zeit zusammen. „Meine Tochter ist für mich wie eine Freundin. Ich habe mit ihr und meiner Arbeit großes Glück gehabt, dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Fatma Özmen. Ihre Tochter kann nur zustimmen: „Arbeitskollegin, Freundin, Mama – alles in Einem.“