Ein Mann und eine Frau stehen vor einem warm beleuchteten Krankenhauseingang, hinter ihnen ein Krankenhausschild.
Familiengeschichte aus dem Stift
19.12.2025

doPPelt hält besser

Paul und Patricia Rakette arbeiten mit Herz in der Pflege im St. Josef-Stift: Zwei Stationen, zwei Persönlichkeiten, ein Verständnis von Pflege.

Nach 25 Jahren wohnen sie zwar nicht mehr zusammen, dafür verbindet sie ihr Arbeitsplatz im St. Josef-Stift: Die Geschwister Paul und Patricia Rakette arbeiten nur ein Stockwerk voneinander getrennt. Patricia Rakette ist als ausgebildete Altenpflegerin auf der Station B2 im Einsatz, Paul Rakette ist stellvertretender Stationsleiter auf der B3.

Dass die beiden im Stift arbeiten, ist kein Zufall: Paul Rakette hat seiner Schwester im April 2024 eine Stelle als Pflegefachkraft im St. Josef-Stift ans Herz gelegt. Patricia arbeitete vorher als Medizinische Fachangestellte in Ennigerloh. Weil die 31-Jährige den Patientenkontakt so wertschätzt, machte sie eine zusätzliche Ausbildung in der Altenpflege und war im Anschluss daran als examinierte Altenpflegerin in einer Telgter Rehaklinik tätig. Aufgrund der Distanz zwischen ihrer Heimat Neubeckum und ihrem Arbeitsplatz suchte sie nach einer Stelle in einer Einrichtung, die nähergelegen war. „Da habe ich ihr direkt gesagt, komm doch zu uns ins Stift“, erzählt ihr Bruder. Mit Erfolg: „Ich kannte das Haus schon aus Pauls Erzählungen und habe mich hier direkt wohl gefühlt, so fiel mir der Wechsel dann auch ziemlich leicht“, schließt Patricia Rakette an. Seitdem arbeitet sie auf Station B2.

Ihr jüngerer Bruder Paul, 28 Jahre alt, begann seine Arbeit im St. Josef-Stift bereits im Jahr 2020. Er erinnert sich: „Ich hatte mich nach dem Abschluss meiner Ausbildung in zwei Krankenhäusern beworben. Aus der Pflegedienstleitung des Stifts habe ich nur einen Tag später einen Anruf mit einer Einladung zum Gespräch und eine vorläufige Zusage bekommen.“ Das hat ihn überzeugt. Nur knapp drei Jahre später trat er als stellvertretende Stationsleitung in die Fußstapfen seiner Vorgängerin Daniela Glatzel, die in die Stationsleitung auf der B3 aufrückte. Paul Rakette ist zufrieden: „Ich schätze es, auf Station Verantwortung übernehmen zu können. Vor allem die Zusammenarbeit mit dem Team und pflegerische Arbeit am Patienten stehen für mich im Vordergrund –diese Mischung macht meine Tätigkeit so spannend.“

Seiner großen Schwester läuft er gern im Stift über den Weg. „Ich liebe, es in meiner Freizeit zu backen, und bringe dann öfter mal etwas zu essen nach oben“, lacht Patricia Rakette. Ihr Bruder nickt bestätigend: „Das ist immer ein Highlight!“ Zusammen gearbeitet haben die beiden auch schon – im Nachtdienst, und weil Paul auf der B2 ausgeholfen hat.

Privat sehen sich die Geschwister regelmäßig, sie fahren einmal im Jahr gemeinsam mit ihrer Familie in den Urlaub und treffen sich sonntags bei ihren Eltern, „wenn es der Dienstplan zulässt“, ergänzt Patricia Rakette.

Ihre beiden älteren Geschwister arbeiten nicht im pflegerischen Bereich, Paul und Patricia Rakette haben darin aber ihre Berufung gefunden. „Der Kontakt zu den Patientinnen und Patienten, dass man ihnen helfen, und etwas Gutes tun kann, das finde ich schön“, so Patricia Rakette. Ihr Bruder Paul Rakette, der ebenfalls als ehrenamtlicher Judotrainer mehrerer Kindergruppen aktiv ist, schätzt bei seiner Arbeit vor allem das Miteinander im Team. Umso schöner, dass er das Pflegeteam des St. Josef-Stifts mit seiner Schwester Patricia erweitern konnte – denn doppelt hält besser.