Dr. Hartmut Bork übergibt den Staffelstab an Dr. Sven Jung
Chefarztwechsel im Reha-Zentrum
30.06.2026

Dr. Hartmut Bork übergibt den Staffelstab an Dr. Sven Jung

Das St. Josef-Stift verabschiedete Ende Juni 2026 den Gründungschefarzt des Reha-Zentrums Dr. Hartmut Bork in den Ruhestand. Im Rahmen eines Festakts erfolgte der Stabwechsel an seinen Nachfolger Dr. Sven Jung.

Mehr als 14 Jahre stand Bork an der Spitze des Reha-Zentrums, mit dem die Stiftung im Jahr 2012 Neuland betreten hatte: Die Verknüpfung von Akutversorgung in der Fachklinik und Anschlussrehabilitation am gleichen Standort wurde zu einem Erfolgsmodell, das in dieser Größe und Umsetzung seinesgleichen sucht.

Die schnittstellenfreie Versorgung und Überleitung vom Krankenhaus direkt in die Reha, das Bezugsarzt- und Bezugstherapeutenkonzept, die Nähe zu den Operateuren und die Therapie aus einem Guss bieten den Patientinnen und Patienten viele Vorteile. Dass das Konzept in dieser Perfektion umgesetzt und zu einem Markenzeichen wurde, ist eine große Gemeinschaftsleistung der Teams aus Medizin, Pflege, Therapie und Hotelleistungen. 

Im Namen von Kuratorium, Geschäftsführung und der Mitarbeitenden würdigte Geschäftsführer Werner Strotmeier die Verdienste von Dr. Bork, seine Patienten- und Erfolgsorientierung, sein umsichtiger Blick auf die Perspektive der anderen Berufsgruppen und seine Netzwerkarbeit in Fachgesellschaften sowie als wissenschaftlicher Autor und Referent auf Kongressen und in Hörsälen.

„Sie haben unserem Reha-Zentrum als Gründungschefarzt einen Platz in einer für uns zunächst fremden Reha-Welt erarbeitet“, so Strotmeier. 

Sendenhorst war bis 2012 ein weißer Fleck auf der Reha-Landkarte. Heute steht hier ein Leuchtturm, der weit ins Land strahlt." Werner Strotmeier, Geschäftsführer

Das zeige sich nicht zuletzt an der hohen Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit und der raschen Erweiterung in den Jahren 2017 und 2026 auf demnächst 310 Plätze.

Anekdotisch erinnerte Strotmeier daran, dass bei der Einweihungsfeier im Jahr 2011 noch keine Betriebsgenehmigung vorlag. „Ich weiß nicht, ob ich Ihnen diesen Sachverhalt damals transparent geschildert habe. Jedenfalls bin ich Ihnen noch heute dankbar, dass Sie das Risiko eingegangen sind und von Bayern nach Sendenhorst gekommen sind.“

Im Namen der Chefärzte dankte der Ärztliche Direktor Dr. Matthias Boschin und würdigte Hartmut Bork als „ganzheitlich denkenden Orthopäden“. Mit vielen liebevollen Details zeichnete er das Bild eines zutiefst menschlichen Mediziners, der als Brückenbauer Menschen und Teams verbunden hat und den Patienten eine Brücke zurück in Alltag und Berufsleben gebaut hat.

In einem persönlichen Rückblick stellte Dr. Hartmut Bork die Menschen, die ihn begleitet haben, in den Mittelpunkt. Sein Dank galt den Verantwortlichen der Stiftung, die ihm damals das Vertrauen geschenkt haben, und all jenen, die mit ihrer Professionalität und Kompetenz jeden Tag zum Gesamterfolg des Reha-Zentrums beitragen. Besonders dankte er seiner Familie, die den Umzug von Bayern nach Sendenhorst mittrug und viel zu oft auf ihn verzichten musste.

In Borks Nachfolge übernimmt Dr. Sven Jung, der das Konzept der integrierten Versorgung bereits am BG Klinikum Bergmannsheil in Bochum etabliert und chefärztlich geleitet hat. Bereits seit eineinhalb Jahren ist er als Leitender Oberarzt tief in die Kultur und in die Besonderheiten des Sendenhorster Konzepts eingetaucht und hat die Vorbereitung zum Start der Reha C intensiv mitbegleitet. In seiner Antrittsrede skizzierte Jung die Herausforderungen im Reha-Bereich, vor allem im erweiterten Reha-Zentrum den „besonderen Sendenhorst-Spirit“ für Patienten und Mitarbeitende zu bewahren: „Das hebt uns heraus.“ An Dr. Bork gerichtet sagte er: „Du hast die Latte hochgehängt. Ich nehme die Herausforderung an.“

Gruppenbild mit Chefarzt Dr. Hartmut Bork zu seinem Abschied in den Ruhestand.