
St. Josef-Stift ist Vorreiter in der klinischen Forschung
Sendenhorster Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie startet Rekrutierung als weltweit erstes Studienzentrum
Die Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie bietet neben der klinischen Versorgung auch den Zugang zu neuen und innovativen Therapien. Im Rahmen der laufenden Studien werden aktuell unter anderem sogenannte bispezifische Antikörper untersucht.
Was sind bispezifische Antikörper?
Im Vergleich zu herkömmlichen Antikörpertherapien können sie sich gegen mehrere Zielmoleküle gleichzeitig richten und wahrscheinlich effektiver wirken. Für die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung, die rheumatoide Arthritis, wird im Sendenhorster Studienzentrum derzeit eine klinische Studie durchgeführt, in der das St. Josef-Stift als weltweit erstes Zentrum für die Rekrutierungsphase aktiviert wurde.
Was sind die Vorteile für Patient:innen?
Die Studie unter dem Arbeitstitel „IM062-0001“ (Sponsor: Bristol-Myers-Squibb) ist eine sogenannte „first-in-human“-Studie. Ein Meilenstein für die Klinik, in der solche Studien bislang nicht angeboten wurden: „Auch wenn es viele bereits etablierte Therapien für diese Erkrankung gibt, spricht doch etwa ein Viertel aller Patientinnen und Patienten nicht ausreichend auf zugelassene Substanzen an“, so PD Dr. Peter Korsten, Chefarzt und Leiter des Studienteams der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie. „Diese schwer zu behandelnde Form der rheumatoiden Arthritis sehen wir in unserer Klinik sehr regelmäßig. Eine Studienteilnahme ist eine vielversprechende Möglichkeit, den Therapiebedarf in Zukunft besser zu decken.“
Wer kann an den Studien teilnehmen?
Ob Patientinnen und Patienten für eine Studie infrage kommen, muss vorab durch Prüfung strenger Ein- und Ausschlusskriterien geklärt werden, die die Patientensicherheit gewährleisten.
Einen Überblick über das aktuelle Studienportfolio der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie gibt es hier: